
Der Präsident der Osaka Exchange (OSE), Akira Tagaya, bestätigte in einem Interview mit Nikkei Financial am 11. Juni, dass die OSE plant, bis 2028 Bitcoin-Futures einzuführen. Ziel ist es, institutionellen Anlegern einen rechtssicheren Hedging-Marktplatz zu bieten, die bereits über ETFs mit Bitcoin handeln. Die Financial Services Agency (FSA) plant, bis 2028 die Durchführungsbestimmungen des Investment Trusts Act zu ändern, um Kryptowährungen in den Bereich der Investmentfonds als „spezifische Vermögenswerte“ aufzunehmen.
OSE bestätigte Pläne für 2028: JPX-Mittelmanagement-Richtung bereits aufgenommen
Laut der Organisationsstruktur der Japan Exchange Group (JPX) ist die OSE die exklusive Plattform von JPX für den Derivatehandel und übernimmt den Handel mit Futures und Optionen. Tagaya bestätigte, dass die Zielkunden von Bitcoin-Futures institutionelle Anleger sind, die ihr Risiko gegenüber Krypto-ETFs absichern müssen.
JPX-CEO Hiromi Yamaji hatte zuvor bestätigt, dass Asset-Management-Gesellschaften großes Interesse an der Performance von Krypto-ETFs zeigen. JPX will nach der Lösung entsprechender rechtlicher und steuerlicher Fragen eine Weiterentwicklung in Betracht ziehen; die entsprechenden Pläne sind als Priorität in den Bereichserweiterungen der mittelfristigen Managementplanung von JPX aufgenommen worden.
FSA-Änderungspläne: Kryptowährungen als „spezifische Vermögenswerte“ in Investmentfonds aufnehmen
Die FSA plant, die Durchführungsbestimmungen des Investment Trusts Act zu ändern und Kryptowährungen in den Bereich der „spezifischen Vermögenswerte“ von Investmentfonds aufzunehmen. Nach Abschluss der Änderungen können Asset-Management-Gesellschaften Investmentfonds auf Basis von Kryptowährungen auflegen – für japanische Retail- und institutionelle Kunden.
Laut Dokumenten der FSA und ihres Ausschusses für Finanzsysteme umfassen die entsprechenden Diskussionen die Verstärkung von Informationsoffenlegungs- und Anforderungen an den Anlegerschutz. Die FSA hat noch keinen konkreten Zeitplan für den Abschluss der Gesetzesänderungen veröffentlicht.
Bestätigte Mitwirkende bei Japans Krypto-ETFs im Vergleich zum globalen Bild
Laut einem Bericht von Nikkei Asia im Januar haben Nomura Holdings und SBI Holdings die entsprechenden Genehmigungen erhalten und werden als die ersten Unternehmen genannt, die am wahrscheinlichsten Krypto-ETF-Produkte an der Tokioter Börse einführen. Das konkrete Datum für die ETF-Einführung ist noch nicht bestätigt.
Als Vergleich der globalen Derivate-Landschaft im Krypto-Bereich:
CME (USA): brachte im Dezember 2017 Bitcoin-Futures auf den Markt; durchschnittliches Tagesvolumen im 1. Quartal 2025: 198.000 Kontrakte (ca. 11,3 Milliarden US-Dollar), offene Kontrakte: 251.000 Kontrakte (ca. 21,8 Milliarden US-Dollar)
Hongkong: genehmigte im April 2024 Spot-Bitcoin- und Ethereum-ETFs und wurde damit die erste Rechtsordnung in Asien, die Spot-Krypto-ETFs autorisiert
Singapur (SGX): führte 2025 Bitcoin-Perpetual-Futures für institutionelle und professionelle Anleger ein
Japan (OSE): plant, bis 2028 Bitcoin-Futures einzuführen, abhängig davon, dass die FSA die Gesetzesänderungen abschließt
FAQ
Welche bereits bestätigten Voraussetzungen gelten für OSE-Pläne bei Bitcoin-Futures?
Laut Berichten ist die offizielle Einführung von OSE-Bitcoin-Futures Voraussetzung dafür, dass die FSA den Investment Trusts Act entsprechend ändert. Die FSA plant, die Gesetzesänderungen bis 2028 abzuschließen, aber ein konkreter Zeitplan wurde noch nicht veröffentlicht. OSE-Präsident Tagaya bestätigte in dem Interview mit Nikkei Financial die Zielsetzung der Pläne für 2028.
Welche Rolle spielen Nomura Holdings und SBI Holdings bei Japans Krypto-ETFs?
Laut einem Bericht von Nikkei Asia im Januar 2026 haben Nomura Holdings und SBI Holdings die entsprechenden Genehmigungen erhalten und werden als die ersten Unternehmen genannt, die am wahrscheinlichsten Krypto-ETF-Produkte auf den Markt bringen. Konkrete Daten für die ETF-Einführung und Produktdetails wurden bisher noch nicht offiziell veröffentlicht.
Worauf basieren Schätzungen der Marktgröße für Japans Bitcoin-Futures-Pläne?
Analysten schätzen, dass das potenzielle Marktvolumen für Japans Krypto-ETFs bei 1 Billion Yen liegt (ca. 6,4 Milliarden US-Dollar). Diese Schätzung basiert auf Analysen zur Größe des bestehenden japanischen Fondmarktes und zur potenziellen institutionellen Nachfrage – es handelt sich um Marktschätzungen und nicht um offizielle Zahlen. Die OSE selbst hat keine Zielvorgaben für das erwartete Handelsvolumen im Futures-Markt veröffentlicht.