Das russische private Verteidigungsunternehmen LaserBirds hat die Reichweite seines laserbasierten Drohnen-Abfangsystems erfolgreich auf etwa 1,5 Kilometer erweitert, wie die russischen Staatsmedien TASS berichten. Der Erfolg hat bei Wissenschafts- und Technikpublikationen Aufmerksamkeit erregt, darunter Interesting Engineering, das die technischen Fähigkeiten und die operative Bedeutung des Systems hervorhob.
Das LaserBirds-System arbeitet mit der (Yb)-Lasertechnologie aus Ytterbium, um den Drohnen physische Schäden zuzufügen. Im Gegensatz zu elektronischer Störtechnik erhitzt das System die Drohnenkomponenten direkt und zerstört sie, indem es die Laserenergie auf die Zielbereiche konzentriert. Dieser Ansatz der thermischen Zerstörung unterscheidet sich grundlegend von elektronischen Gegenmaßnahmen: Er zielt auf die internen Komponenten und die Stromversorgung der Drohne.
Die gemeldete Reichweite von 1,5 Kilometern stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber früheren Tests dar. Im Dezember des vergangenen Jahres konnte LaserBirds erfolgreich eine FPV (First-Person-View)-Drohne in einer Entfernung von etwa 1 Kilometer abfangen. Bei diesem Test beschädigte der Laser interne Komponenten und den Akku, wodurch ein Brand ausgelöst wurde, der zum Absturz der Drohne führte – eine Abfolge, die von TASS dokumentiert und veröffentlicht wurde.
Ende des letzten Monats berichtete TASS, dass das System mit Radar integriert wurde, um auf die Manöver von FPV-Drohnen zu reagieren. Weitere Entwicklungsschritte laufen außerdem an einem akustischen Sensorsubsystem, das darauf ausgelegt ist, die Frühwarnfähigkeiten zu verbessern und die Effizienz der Drohnenerkennung in Umgebungen mit eingeschränkter Sicht zu erhöhen.
Externe Analysten haben gewarnt, dass das Ergebnis von 1,5 Kilometern einen Einzelfall darstellt und sorgfältig interpretiert werden muss. Die Leistungsfähigkeit von Laserwaffen hängt in erheblichem Maße von mehreren Variablen ab: der Strahlqualität, der Trefferverfolgungsgenauigkeit, der Dauer der Energiekonzentration auf dem Ziel und den atmosphärischen Bedingungen.
Da das System durch Erhitzen arbeitet, um Ziele zu zerstören, muss es die Energie ausreichend lange auf denselben Punkt konzentrieren, um kritische Komponenten zu beschädigen. Diese Anforderung stellt erhebliche technische Herausforderungen dar, wenn man schnell fliegende, stark manövrierfähige Drohnen bekämpft oder wenn der Einsatz bei widrigem Wetter oder in komplexem Gelände erfolgt.
Eine zentrale Schwierigkeit besteht darin, niedrig fliegende, kleine Drohnen zu erkennen und zu verfolgen – ein Prozess, der oft schwieriger ist als allein die Erzeugung der Laserenergie.
Angesichts dieser Einschränkungen stellt die jüngste Radar-Integration einen bedeutenden Fortschritt dar. Laut der Analyse von Interesting Engineering zu den jüngsten Updates entwickelt sich das LaserBirds-System über eine reine, eigenständige Laserwaffe hinaus zu einem integrierten Drohnenschutzsystem, das mehrere Sensoren und Tracking-Funktionen kombiniert.