SanDisk, ein US-Anbieter für Flash-Speicher und SSDs, der sich letztes Jahr von Western Digital abgespalten hat, schloss am 6. Mai bei 1.409,98 US-Dollar. Die Aktie ist in diesem Jahr um fast 430% gestiegen, da Investoren auf eine steigende Nachfrage nach KI-Server-Speicher setzen, berichtet Chosun Daily.
Das Unternehmen hat kürzlich fünf Lieferdeals im Wert von rund 42 Milliarden US-Dollar unterzeichnet, die bis zu fünf Jahre laufen. Dadurch verfügt SanDisk über eine größere Basis an vertraglich zugesicherten Verkäufen sowie Vorauszahlungen. SanDisk zufolge ist bereits mehr als ein Drittel der Produktion für das Geschäftsjahr 2027 durch diese Vereinbarungen gebunden.
SanDisk meldete einen Umsatz im dritten Fiskalquartal von 5,95 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 251% im Jahresvergleich, bei einer Bruttomarge von 78,4%. Diese Entwicklung übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Diese hatten bei einem Umsatz zwischen 4,4 Milliarden und 4,8 Milliarden US-Dollar gelegen, mit Margen von 65% bis 67%.
Der Umsatzsprung spiegelt eine deutliche Erholung nach einer schwierigen Phase Anfang 2025 wider, in der der Markt für Enterprise-Solid-State-Drives (SSD) für Data-Center- und Unternehmens-Käufer unter einem Überhang an Lagerbeständen litt und die durchschnittlichen Verkaufspreise um nahezu 20% einbrachen.
Analysten zufolge könnten die langfristigen Verträge die üblichen Schwankungen bei NAND-Preisen verringern und so den Speicher-Markt stabilisieren, der historisch von volatilen Boom-Bust-Zyklen geprägt ist. Die fest vereinbarten Lieferabkommen geben SanDisk und seinen größten Kunden—vor allem Hyperscalern, die KI-Infrastruktur aufbauen—mehr Sicherheit bei der Planung.
Allerdings warnten Analysten auch, dass ein stärkeres Angebot oder ein langsamerer KI-Ausbau die Gewinne weiterhin unter Druck setzen könnte. Die Marktkonzentration bleibt ein Faktor: Ein Marktforschungsbericht schätzt den kombinierten Anteil von Samsung, Western Digital, Micron und Intel auf etwa 70% des NAND-Flash-Markts.
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