Die Senatorinnen Cynthia Lummis und Kirsten Gillibrand sowie Senator Bill Hagerty schickten am 16. Juni einen Brief an Finanzminister Scott Bessent und baten um Klarheit darüber, wie Bundesstaaten sich qualifizieren können, um Zahlungs-Stablecoin-Emittenten im Rahmen des GENIUS Act zu beaufsichtigen. Die Gesetzgeber argumentierten, kleinere Emittenten dürften nicht dazu gezwungen werden, sich in ein vollständig zentralisiertes Modell für die Bundesaufsicht einzuordnen, und betonten, dass der Kongress die Absicht habe, das duale Bankensystem des Landes zu erhalten. Der Brief kommt, während die Umsetzung des GENIUS Act in eine kritische Phase eintritt und damit eines der bedeutendsten Updates zur Stablecoin-Regulierung in den Vereinigten Staaten in diesem Jahr markiert.
Senatoren bitten Finanzministerium um vier prozedurale Klarstellungen
Nach dem GENIUS Act können Stablecoin-Emittenten mit weniger als 10 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten unter staatlicher Aufsicht agieren, wenn ihre regulatorischen Rahmenwerke als „weitgehend ähnlich“ zu den bundesstaatlichen Standards eingestuft werden. Größere Emittenten würden weiterhin unter direkter Bundesaufsicht stehen. Derzeit überschreiten nur eine Handvoll großer Stablecoins, darunter Tethers USDT, Circle's USDC und USDS, die 10 Milliarden US-Dollar-Grenze.
In ihrem Brief baten die Senatoren das Finanzministerium um:
- Klare Antrags- und Zertifizierungsverfahren für Bundesstaaten
- Definierte Prüfungsfristen
- Ein laufendes Zertifizierungsverfahren statt eines einmaligen Genehmigungsfensters
- Flexibilität für Bundesstaaten mit unterschiedlichen Gesetzgebungs-Zeitplänen
Laut den Gesetzgebern könnte das Ausbleiben prozeduraler Leitlinien Innovationen abschrecken und die künftige Beteiligung von Bundesstaaten in dem wachsenden Stablecoin-Sektor begrenzen.
Debatte zum dualen Bankensystem dreht sich um die Zuständigkeit der Bundesstaaten
Die Frage hebt eine politische Weichenstellung hervor, die die Regulierung digitaler Vermögenswerte prägt: Soll die Aufsicht in Washington konzentriert sein oder sollten Bundesstaaten die Autorität behalten, um Wettbewerb und Innovation zu fördern? Befürworter des staatsbasierten Modells argumentieren, dass lokale Aufsichtsbehörden historisch eine wichtige Rolle bei der Finanzaufsicht gespielt hätten und schneller auf neue Technologien reagieren könnten.
Außerdem glauben sie, ein wettbewerbsfähiges regulatorisches Umfeld könnte neue Marktteilnehmer in den Stablecoin-Markt ermutigen, während zugleich starke Verbraucherschutzmaßnahmen beibehalten werden. Die Diskussion kommt vor dem Hintergrund zunehmenden institutionellen Interesses an Stablecoins, wobei Finanzunternehmen Produkte vorbereiten, die für die Einhaltung des neuen regulatorischen Rahmens ausgelegt sind.
Lummis setzt sich für den CLARITY Act neben dem GENIUS Act ein
Die neueste Entwicklung überschneidet sich mit laufenden Bemühungen rund um den CLARITY Act, ein weiteres großes Gesetz zu digitalen Vermögenswerten, das durch den Kongress geht. Sen. Cynthia Lummis gehört zu den stärksten Befürwortern der Gesetzgebung und argumentiert, es brauche klarere Regeln für Innovation und Verbraucherschutz. Der Gesetzentwurf würde die Aufsichtspflichten zwischen der SEC und der CFTC aufteilen und zugleich rechtliche Klarheit für Entwickler, Stablecoin-Emittenten und Projekte im Bereich DeFi schaffen.
Aktuelle Aussagen von Lummis betonten, dass der CLARITY Act moderne Offenlegungsstandards einführen, Rechte zur Selbstverwahrung unterstützen und zusätzliche Ressourcen für Strafverfolgungsbehörden bereitstellen würde, die Betrug im Zusammenhang mit Krypto untersuchen.
Während die Gesetzgeber weiter über den GENIUS Act und den CLARITY Act verhandeln, könnte das Ergebnis die künftige Regulierung digitaler Vermögenswerte in den USA maßgeblich beeinflussen.
FAQ
Was haben die Senatoren Lummis, Gillibrand und Hagerty am 16. Juni vom Finanzminister Bessent verlangt?
Die Senatoren schickten einen Brief, in dem sie um Klarheit baten, wie Bundesstaaten sich qualifizieren können, um Zahlungs-Stablecoin-Emittenten im Rahmen des GENIUS Act zu beaufsichtigen. Sie verlangten klare Antrags- und Zertifizierungsverfahren, definierte Prüfungsfristen, ein laufendes Zertifizierungsverfahren sowie Flexibilität für Bundesstaaten mit unterschiedlichen Gesetzgebungs-Zeitplänen.
Wie hoch ist die 10 Milliarden US-Dollar-Vermögensschwelle im GENIUS Act?
Nach dem GENIUS Act können Stablecoin-Emittenten mit weniger als 10 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten unter staatlicher Aufsicht agieren, wenn ihre regulatorischen Rahmenwerke als „weitgehend ähnlich“ zu den bundesstaatlichen Standards eingestuft werden. Größere Emittenten bleiben unter direkter Bundesaufsicht. Derzeit überschreiten nur eine Handvoll großer Stablecoins, darunter Tethers USDT, Circle's USDC und USDS, diese Schwelle.