Gate-News-Meldung, 24. April — SK Hynix meldete am 23. April einen fünffachen Anstieg des vierteljährlichen operativen Gewinns auf einen Rekord von 37,61 Billionen Won ($32,4 Milliarden), angetrieben durch stark steigende Nachfrage aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz und Rechenzentren. Der Geldsegen treibt beispiellose Mitarbeiterboni an, die Analysten zufolge bei entsprechendem Fortbestand der aktuellen Gewinnprognosen im Jahr 2027 bis zu $878.000 pro Mitarbeiter erreichen könnten.
Im Rahmen einer Arbeitsvereinbarung für 2025, die 10% des operativen Gewinns für Boni vorsieht, erhielten die Beschäftigten von SK Hynix 2025 eine durchschnittliche Auszahlung in Höhe von 1,5-mal ihres jährlichen Gehalts. Analystenschätzungen deuten auf durchschnittliche Boni von 400.000 bis 540.000 US-Dollar im Jahr 2026 und 878.000 US-Dollar im Jahr 2027 hin, basierend auf den Gewinnprognosen der Macquarie Group von 447 Billionen Won. Bei einer Belegschaft im Inland von rund 34.000 Beschäftigten bedeuten selbst konservative Schätzungen Boni, die 20-mal höher sind als das durchschnittliche jährliche Einkommen des Landes.
Die Konzentration von Vermögen in der Chip-Branche schürt Befürchtungen über eine zunehmende Ungleichheit. Die Zentralbank Südkoreas warnte, dass Gewinne aus Technologiebereichen in unverhältnismäßigem Maße höheren Einkommensgruppen zufließen und damit eine „K-förmige“ Wirtschaft schaffen, in der nur wenige Beschäftigte voranschreiten, während andere zurückbleiben. Die BOK warnte zudem davor, dass solche Unterschiede die wirtschaftliche Nachhaltigkeit untergraben könnten. In der Zwischenzeit meldete auch Samsung Electronics einen Rekord-Operating-Profit im ersten Quartal und steigerte sich dabei um mehr als das Achtfache.