Slash-Mitarbeiter Vibe coding gibt 81.267 US-Dollar aus, Unternehmen veröffentlicht Rechnung und bittet um weltweite Testspiele.

Der Leiter der strategischen Vertikale des Fintech-Unternehmens Slash aus San Francisco, Nicolas Brillante, verbrauchte innerhalb einer Woche über die Firmenkreditkarte 81.267 US-Dollar an KI-Token und entwickelte damit ein Meme-Shooter-Spiel namens „Brainrot Shooter“. Er machte dies am 24. Juni auf X öffentlich, woraufhin Slash einen Beitrag veröffentlichte und die Außenwelt zum Testen einlud.

Spielgestaltung von „Brainrot Shooter“: Minecraft-Szenerie und Meme-Charakternamen

Das Spiel verwendet eine Minecraft-artige Szenerie, in der der Spieler auf Charaktere mit Internet-Meme-Namen schießt. Die Charakternamen umfassen „skibbidi toilet“, „tung tung tung sahur“ und andere Meme-Materialien, die zwischen 2024 und 2025 bei jungen Leuten weit verbreitet waren. Das Entwicklungswerkzeug war der Vibe-Coding-Workflow, bei dem der Code hauptsächlich durch KI generiert wurde. Brillante hat während des Entwicklungsprozesses die konkret verwendete KI-Tool-Kombination nicht offengelegt.

Slashs X-Beitrag und die Logik der Marketingkostenanmeldung

Slash erklärte auf X mit halb scherzhaftem Ton, dass das Unternehmen seine Mitarbeiter eigentlich dazu ermutige, Vibe Coding auszuprobieren. Nachdem ein Mitarbeiter über die Firmenkreditkarte 80.000 US-Dollar ausgegeben hatte, sei das Ergebnis dieses Meme-Shooter-Spiel. In demselben Beitrag lud Slash die Außenwelt zum Testen ein und erklärte, dass das Unternehmen die Ausgabe buchhalterisch als Marketingkosten einstufen könne, wenn die Besucherzahlen ausreichend hoch seien. Slash gab an, bereits Anfragen zu Werbekooperationen erhalten zu haben.

Brillantes Angebot zur In-Game-Werbung für VC-unterstützte Start-ups

Laut Brillantes X-Beitrag vom 24. Juni bot er VC-unterstützten Start-ups, die die Dienste von Slash nutzen, zusätzlich zu den besten Rückvergütungssätzen, annualisierten Renditen und Anmeldeboni auch In-Game-Werbetafeln und Menü-Branding-Platzierungen als zusätzlichen Bonus an.

Aktuelle Unternehmen mit KI-Ausgabenlimits für Mitarbeiter

Nach öffentlich zugänglichen Informationen haben folgende Unternehmen bereits Ausgabenobergrenzen für KI-Tools für Mitarbeiter eingeführt: Walmart hat schriftlich festgelegt, dass die Ausgaben der Mitarbeiter für KI-Tools einem Limit unterliegen, wobei der Hauptgrund darin besteht, zu vermeiden, dass Ressourcen für nicht geschäftsbezogene persönliche KI-Experimente verwendet werden. Uber und Coinbase haben jeweils monatliche oder vierteljährliche Ausgabenobergrenzen festgelegt, die alle vor dem Slash-Vorfall lagen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Vibe Coding und warum fallen so hohe KI-Token-Kosten an?

Vibe Coding ist eine Entwicklungsmethode, bei der KI durch natürliche Sprachbefehle Code generiert, populär gemacht von Andrej Karpathy. Zu den Kernwerkzeugen gehören GitHub Copilot, Cursor und Claude Code. Die KI-Token-Kosten werden nach Nutzung berechnet. Bei komplexen Projekten übersteigt die Token-Verbrauchsrate die intuitive Erwartung von nicht-technischen Benutzern bei weitem. Intensive Entwicklung über eine Woche kann leicht Zehntausende US-Dollar verbrauchen.

Kann „Brainrot Shooter“ jetzt gespielt werden?

Laut den öffentlichen Beiträgen von Slash und Brillante auf X ist das Spiel bereits spielbar. Slash hat die Außenwelt aktiv eingeladen, es auszuprobieren. Der konkrete Testlink wurde von Brillante in seinem X-Beitrag bereitgestellt.

Was war der Zweck von Slash, dieses Ereignis öffentlich zu machen?

Slash erklärte in der Stellungnahme auf X klar, dass das Ziel sei, durch die öffentliche Einladung zum Testen genügend Traffic zu generieren, um diese KI-Token-Kosten in Höhe von 81.267 US-Dollar buchhalterisch als Marketingkosten einstufen zu können. Slash gab an, danach bereits Anfragen zu Werbekooperationen erhalten zu haben. Das Ereignis selbst sei zu einem unerwarteten Markenexpositionsmaterial geworden.

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