Das Ministerium für Wissenschaft und IKT in Südkorea sowie die Korea Internet and Security Agency werden laut Chosun Daily im Jahr 2026 im Rahmen des Projekts zur Unterstützung neuer Information-Security-Technologien 12 Milliarden Won (8,31 Millionen US-Dollar) investieren. Das Programm soll 50 Unternehmen unterstützen, die an 18 Aufgaben im Bereich der KI-Sicherheit arbeiten – vor dem Hintergrund, dass fortgeschrittene KI für Cyberangriffe genutzt werden könnte. Für die ersten Entwicklungstasks wurden fünf Unternehmen ausgewählt.
Programmkonstruktion und Schwerpunkte
Die Initiative umfasst vier zentrale Bereiche: die Kommerzialisierung von KI-Sicherheitsprodukten, die Unterstützung für KI-Sicherheitsunternehmen, ein koreanisches integriertes Sicherheitsmodell und Zero-Trust-Deployments. Zu den Unternehmen im Projekt zählen Sands Lab, SK Shieldus, Pentasecurity und S2W.
Aktivität im privaten Markt und globaler Kontext
Der staatliche Vorstoß Südkoreas erfolgt, während der private Markt für Cybersicherheit bereits in Richtung KI-Sicherheit voranschreitet. Das in Seoul ansässige Unternehmen Logpresso hat kürzlich in einer Series-B-Runde 16 Milliarden Won (12 Millionen US-Dollar) aufgebracht, um sein Modell für KI-Security-Agenten sowie eine Extended Detection and Response (XDR)-Plattform auszubauen und dabei mit heimischen Finanzinstituten zusammenzuarbeiten, darunter BNK Busan Bank.
Die staatliche Investition von 12 Milliarden Won ist bemerkenswert kleiner als große globale KI-Finanzierungsrunden. OpenAI hat 122 Milliarden US-Dollar eingesammelt, Shield AI hat 2 Milliarden US-Dollar gesichert und SplxAI hat in einer Seed-Runde 7 Millionen US-Dollar für agentenbasierte KI-Systeme aufgebracht. Laut der Quelle besteht das Ziel des Programms darin, heimische Sicherheitstechnologie aufzubauen und die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern für kritische nationale Infrastruktur zu verringern – statt globale Finanzierungssummen nachzuvollziehen.