Südkorea geht gegen 40 nicht registrierte Krypto-Anbieter im Rahmen eines regulatorischen Durchgreifens vor.

  • Die FIU Südkoreas hat etwa 40 nicht registrierte Kryptowährungsunternehmen an die Polizei übergeben, im Rahmen verstärkter Durchsetzungsmaßnahmen.
  • Die Regulierungsbehörden setzen sich zudem für strengere internationale AML-Vorschriften durch die FATF sowie für strengere nationale Travel Rules ein.

Die Financial Intelligence Unit Südkoreas hat kürzlich etwa 40 nicht registrierte Anbieter virtueller Vermögenswerte an die Polizeibehörde verwiesen. Dies spiegelt Seouls zunehmende Versuche wider, die in Südkorea tätigen Kryptowährungsunternehmen zu regulieren. Nach südkoreanischem Recht sind alle Krypto-Börsen verpflichtet, vor dem Betrieb die ISMS-Zertifizierung und die FIU-Registrierung zu erhalten.

Laut The Chosun Daily sind derzeit nur 28 Unternehmen gemäß den festgelegten Regeln und Normen registriert. Eine Plattform, die ihre Dienste lokalen Kunden ohne ordnungsgemäße Zertifizierung anbietet, handelt illegal im Sinne der nationalen Gesetzgebung. Im Rahmen seiner Untersuchungen stellte die FIU fest, dass es mehrere Methoden gab, mit denen Offshore-Börsen lokale Kunden anlockten. Beispielsweise warben einige Börsen ihre Dienste in Korea über Telegram und KakaoTalk an, während sie weiterhin im Ausland tätig waren.

Darüber hinaus gab es private Geldwechsler, die Stablecoins für Touristen, Studenten und im Ausland tätige Koreaner in Landeswährung umtauschten. Zudem wurden Content-Ersteller dafür bezahlt, Kryptowährungsbörsen aus dem Ausland in Korea zu bewerben. Die FIU betonte, dass nicht registrierte Plattformen nicht unter den Schutz der nationalen Gesetze fallen.

Strenge globale Krypto-Compliance-Standards aus Südkorea

Dieser Schritt ist Teil der breiteren Kampagne Südkoreas zur Erhöhung der globalen Compliance-Standards für Kryptowährungen durch FATF-Maßnahmen. Lee Hyung-joo, der Direktor der FIU, nahm kürzlich an der 34. Plenarsitzung der FATF in Paris teil. Auf der Konferenz forderte Lee die FATF-Mitgliedstaaten auf, die Transaktionsschwellenwerte abzuschaffen, die im Rahmen der Crypto Travel Rule verwendet werden. Südkorea beabsichtigt, ab August für alle Krypto-Transaktionen Identitätsprüfungen durchzuführen.

Identitätsprüfungen sind derzeit für Transaktionen mit einem Wert von mehr als 1 Million Won (etwa 730 US-Dollar) obligatorisch. Dies bedeutet, dass alle Transaktionen, die von teilnehmenden Börsen durchgeführt werden, diese Compliance-Standards erfüllen müssen. Lee argumentiert, dass uneinheitliche Lizenzstandards zu regulatorischer Arbitrage führen und damit die Umsetzung von Geldwäschebekämpfungsvorschriften schwächen.

Die regulatorische Durchsetzung nimmt weiter zu

In Südkorea haben sich die regulatorischen Maßnahmen für Kryptowährungen im Jahr 2026 in verschiedenen Regulierungsbereichen ausgeweitet. In früheren Fällen leiteten die Behörden Strafverfahren gegen eine Person ein, die an Kryptowährungs-Pump-and-Dump-Operationen beteiligt war. Darüber hinaus verstärkten Regierungsstellen die Zusammenarbeit mit Finanzorganisationen und Kreditkartenunternehmen, um illegale grenzüberschreitende Transaktionen zu verhindern.

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