Laut Bloomberg-Analyst Eric Balchunas haben der S&P 500 und Geldmarktfonds (MMF) Ende Juni 2026 gleichzeitig Rekordhöhen erreicht, was eine ungewöhnliche Struktur aus hohen Aktienbewertungen und erhöhten Barreserven schafft. Der Analyst stellt fest, dass Anleger erhebliche „trockene Pulver“-Bestände halten, jedoch möglicherweise Zinssätze unter 3 % benötigen, um nennenswerte Aktienzuflüsse auszulösen, da die aktuellen Geldmarktrenditen von 4 % stabile MMF-Produkte attraktiver machen als alternative festverzinsliche Anlagen.
Balchunas führt die Verschiebung teilweise auf das gesunkene Anlegervertrauen in traditionelle Anleihen nach dem Abschwung am Anleihemarkt 2022 zurück, als breit angelegte Indizes wie AGG um etwa 13 % fielen, wobei die anhaltende makroökonomische Unsicherheit die Präferenz für Bargeldbestände weiter stützt.