Laut FactSet stieg der S&P 500 im zweiten Quartal bis zum 30. Juni um 9,6 %, während der Nasdaq Composite rund 12 % zulegte. Der Philadelphia Semiconductor Index sprang um 94 % und verzeichnete damit seine zweitstärkste Quartalsperformance seit 1994. Starke Gewinnrevisionen trieben die Zuwächse an, wobei die Erwartungen für das Gewinnwachstum des S&P 500 im zweiten Quartal im Jahresvergleich 23,1 % erreichten.
Trotz des Anstiegs sorgen sich Anleger nun über Auslöser für eine Korrektur im dritten Quartal. Zu den Hauptsorgen gehören die Neugewichtung der Portfolios zum Quartalsende, Unsicherheit über die Politik der Federal Reserve unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh und eine erhöhte Markthebelwirkung. Hochriskante gehebelte Halbleiter-ETFs wie SOXL verzeichneten bis Ende Juni ein verwaltetes Vermögen, das sich auf fast 34 Milliarden US-Dollar verdoppelte. Laut Strategen stieg das Optionshandelsvolumen sprunghaft an und die Margin-Salden nahmen stark zu, wobei einige Analysten warnen, dass diese Derivate die Marktvolatilität verstärken könnten. Mehrere Analysten prognostizieren mögliche Korrekturen von 5–20 % in der Zukunft.