Stellantis gab am 8. Mai bekannt, dass es seine Partnerschaft mit dem chinesischen EV-Hersteller Leapmotor ausweiten wird. Dazu soll die Produktion des Modells B10 von Leapmotor hinzukommen sowie ein gemeinsam entwickelter elektrischer C-SUV unter der Marke Opel am Werk Zaragoza in Spanien gefertigt werden. Der Eigentümer von Jeep und Peugeot wird außerdem im Rahmen der vertieften Zusammenarbeit mit Leapmotor bei der Teilebeschaffung kooperieren.
Details zur Produktionsausweitung
Das Werk in Zaragoza in Spanien soll zu einem zentralen Produktionsstandort für die erweiterte Partnerschaft werden. Die Unternehmen prüfen zudem, den Stellantis-Standort Villaverde nahe Madrid ab 2028 mit weiteren Leapmotor-Modellen zu belegen, wie Reuters berichtet.
Struktur der Joint-Venture-Beteiligung
Die Unternehmen könnten im Rahmen der langfristigen Vereinbarung den Standort Villaverde an Leapmotor International übertragen, ihr Joint Venture, das von Stellantis geleitet wird.
Strategischer Kontext
Die Ausweitung spiegelt Stellantis’ Strategie wider, die chinesische EV-Technologie sowie das Produktions-Know-how in Europa zu nutzen. Die Wahl Spaniens als Produktionsstandort ermöglicht es Stellantis, Fahrzeuge innerhalb der Europäischen Union herzustellen. So kann das Unternehmen Zölle auf Elektrofahrzeuge umgehen, die aus China importiert werden, während zugleich die vorhandene Kapazität europäischer Werke genutzt wird, um den breiteren europäischen Markt zu bedienen.
Laut CEO Carlos Tavares könnte das Leapmotor-Geschäft als Vorlage für künftige Kooperationen mit anderen chinesischen Automobilherstellern dienen. Das signalisiert einen breiteren Wandel darin, wie etablierte westliche Autobauer mit chinesischen Unternehmen zusammenarbeiten, um wettbewerbsfähige, preiswertere EV-Angebote in Europa zu entwickeln.