StoneX gibt den CAB-Zahlungen-Gebotsversuch auf, nachdem Helios das 110p-Angebot ablehnt

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StoneX Group hat seine Übernahmeofferte für CAB Payments Holdings aufgegeben, nachdem es nicht gelungen war, Unterstützung von Helios Investment Partners zu sichern, dem größten Anteilseigner des Unternehmens, der etwa 45% der Firma hält. Die US-Finanzdienstleistungsgruppe hatte ihr indikatives Angebot auf 110 Pence je Aktie von einem früheren Vorschlag von 95 Pence angehoben und das Unternehmen damit grob mit rund 287 Millionen £ bewertet. Helios lehnte jedoch die Unterstützung des Vorschlags ab, sodass StoneX ohne die notwendige Unterstützung durch den Großaktionär gemäß den Regeln für Übernahmen im Vereinigten Königreich nicht weitermachen konnte.

Warum StoneX Abstand nahm

Der unabhängige Vorstand von CAB sagte, er sei „dazu geneigt, die überarbeitete 110-Pence-Offerte von StoneX zu empfehlen“. Allerdings erforderte die Transaktion die Unterstützung von Helios, das als Mehrheitsaktionär die Transaktion blockieren kann. Ohne die Unterstützung von Helios fehlte StoneX die nötige Zustimmung der Aktionäre, um fortzufahren.

Helios’ Ablehnung und Bedenken zur Unternehmensführung

Die Ablehnung hat eine Spaltung zwischen dem unabhängigen Vorstand von CAB und dem größten Anteilseigner hinsichtlich der Bewertung offengelegt. CAB erklärte, es sei „zutiefst besorgt“, dass Helios’ Haltung verhindert habe, dass Minderheitsaktionäre das höhere Barangebot prüfen konnten.

Die Governance-Frage wird durch Helios’ eigenen Konsortial-Deal zugespitzt, CAB zu einem niedrigeren Bewertungsniveau privat zu übernehmen. Berichten zufolge liegt dieses bei etwa 85 Pence je Aktie – unter dem Vorschlag von StoneX (110 Pence) und weit unter dem 335-Pence-IPO-Preis von CAB im Jahr 2023. Als sowohl kontrollierender Anteilseigner als auch Bieter sieht sich Helios nun verstärkter Prüfung ausgesetzt, ob seine Interessen mit denen der Minderheitsinvestoren übereinstimmen.

Warum StoneX an CAB Payments interessiert war

CAB Payments ist im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und im Devisengeschäft aktiv, mit einem Schwerpunkt auf Schwellenmärkten. Das Netzwerk ermöglicht es Kunden, auf schwerer erreichbare Jurisdiktionen zuzugreifen, in denen Liquidität, Abwicklung und lokale Konnektivität schwierig sein können. Dieser Fußabdruck hätte das institutionelle Devisen- und Zahlungs-Geschäft von StoneX ergänzen können.

CAbs jüngste finanzielle Entwicklung stärkte den Fall für eine höhere Bewertung. Für 2025 stieg das Gesamteinkommen um 12% gegenüber dem Vorjahr auf 119 Millionen £, während das bereinigte EBITDA um 14% auf 35 Millionen £ zulegte. Das Volumen bei Zahlungen und im Devisenhandel stieg um 13% auf 41,9 Milliarden £, wobei die Zahl aktiver Kunden auf 592 stieg. Zudem berichtete das Unternehmen, dass das Einkommen im ersten Quartal 2026 um etwa 35% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sei. Das deutet auf eine verbesserte Aktivität nach früheren operativen Rückschlägen und Gewinnwarnungen hin.

Wie es weitergeht

Da StoneX aus dem Prozess aussteigt, richtet sich der Fokus nun auf den von Helios angeführten Konsortialvorschlag. Das niedrigere Gebot wird künftig sowohl an CAbs jüngster Erholung als auch an das höhere Angebot gemessen, dem der Vorstand zustimmen wollte. Der Streit lässt CAB in eine von der Kontrolle geprägte Transaktion geraten – statt in einen einfachen Verkaufsprozess. Der unabhängige Vorstand scheint bereit, einer höheren Bar-Auszahlung zuzustimmen, während Helios eine privatwirtschaftliche Transaktion zu einem niedrigeren Preis verfolgt. Das Ergebnis hängt davon ab, ob Minderheitsaktionäre Helios’ Bedingungen akzeptieren oder nach dem Vorschlag von StoneX (110 Pence) auf einen besseren Preis drängen. Denn dieser zeigte, dass ein anderer Käufer im Geschäft einen größeren Wert sah.

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