Gate News-Mitteilung, 22. April — Die Inflation in Großbritannien ist im März auf 3,3 % gestiegen, von 3 % im Februar. Das ist der höchste Stand seit Dezember 2025. Der Anstieg wurde vor allem durch einen deutlichen Preissprung bei Diesel und Benzin verursacht, der auf den Konflikt im Nahen Osten zurückgeht, wie das Office for National Statistics mitteilte.
Die Preise für Kraftstoffe im Straßenverkehr stiegen um 8,7 % im Monatsvergleich, der größte Anstieg seit Juni 2022 nach der Invasion Russlands in die Ukraine. Die Benzinpreise stiegen um 8,6 Pence pro Liter auf 140,2 Pence pro Liter, den höchsten Stand seit August 2024. Die Dieselpreise erhöhten sich um 17,6 Pence pro Liter auf 158,7 Pence pro Liter, den höchsten Stand seit November 2023.
Auch Flugtarife trugen zur Inflation bei: Sie stiegen um 14,5 % im Jahresvergleich, während die Preise für Lebensmittel und nicht-alkoholische Getränke um 3,7 % im Jahresvergleich kletterten. Die Preise für Kleidung und Schuhe gingen jedoch um 0,8 % im Monatsvergleich zurück und übten damit einen dämpfenden Effekt auf die Gesamtentwicklung aus. Bundeskanzlerin Rachel Reeves erklärte: "Die Iran-Krise ist nicht unser Krieg, aber sie treibt die Rechnungen für Familien und Unternehmen nach oben. Wir ergreifen Maßnahmen, um Menschen vor unfairen Preiserhöhungen zu schützen, die Lebensmittelpreise an der Kasse zu senken und die langfristige Energiesicherheit zu stärken."
Die Inflationsrate von 3,3 % bringt das Vereinigte Königreich weiter weg vom 2 %-Ziel, das von der Regierung und der Bank of England festgelegt wurde. Ökonomen bleiben hinsichtlich der Aussichten vorsichtig, da es Unsicherheit rund um Energieversorgung und -preise gibt.