USA und NATO erörtern den Ausbau der Nuklearwaffen-Infrastruktur für weitere europäische Länder

US- und NATO-Beamte erörtern Berichten zufolge vom 3. Juni (Ortszeit) der Euro News und weiterer europäischer Medien die Ausweitung der operativen Infrastruktur für Nuklearwaffen auf zusätzliche europäische Länder über die derzeit sechs Teilnehmerstaaten des Nuclear Sharing Program hinaus. Die Gespräche konzentrieren sich auf den Einsatz doppelverwendungsfähiger Flugzeuge (DCA), die US-Nuklearwaffen tragen können, in neuen NATO-Mitgliedstaaten, insbesondere in Ländern, die geographisch besonders nah an Russland liegen. Die Beratungen finden vor dem Hintergrund wachsender europäischer Sicherheitsbedenken statt, da die Trump-Regierung einen möglichen Rückzug US-amerikanischer Streitkräfte und zentraler Waffensysteme aus Europa signalisiert und NATO dazu veranlasst, ihre Verteidigungsposition angesichts möglicher Bedrohungen zu verstärken.

Sechs Länder nehmen derzeit am US Nuclear Sharing Program teil

Das aktuelle Nuclear Sharing Program umfasst sechs NATO-Mitgliedstaaten: Belgien, Deutschland, Italien, die Niederlande, die Türkei und das Vereinigte Königreich. Diese Länder haben die Stationierung US-nuklearer Bomben und nuklearfähiger Flugzeuge auf ihrem Territorium genehmigt. Die stationierten Nuklearwaffen verbleiben in der militärischen Obhut der USA, wobei die Vereinigten Staaten die ausschließliche Befugnis für ihren Einsatz behalten. Das Programm nutzt doppelverwendungsfähige Flugzeuge wie F-35A-Stealth-Kampfjets, die mit B61-12-Nuklearbomben ausgestattet werden können, die über GPS-gestützte Fähigkeiten zur präzisen Abwurf- bzw. Lieferleistung verfügen.

Polen und baltische Staaten bekunden Interesse an der Aufnahme nuklearfähiger Flugzeuge

Polen und einige baltische Staaten – Estland, Lettland und Litauen – hätten Berichten zufolge Interesse daran gezeigt, DCA-Standorte auszurichten, so US- und NATO-Quellen, die von Euro News zitiert werden. Diese Länder teilen die geographische Nähe zu Russland. Polen hat das deutlichste Interesse daran gezeigt, US-Nuklearwaffen-Stationierungen unter den möglichen Kandidatenstaaten auszurichten.

Ehemaliger polnischer Präsident plädierte öffentlich für eine Ausweitung der Nuklearstationierung

Der ehemalige polnische Präsident Andrzej Duda setzte sich öffentlich dafür ein, das US-Nuclear-Sharing-System auf Polen auszuweiten. Seine Aussagen stellen die deutlichste offizielle Unterstützung für die Ausweitung der Nuklear-Stationierungsinfrastruktur auf NATO-Mitglieder in Osteuropa dar.

NATO-Generalsekretär warnt vor zerstörerischer Vergeltung bei Angriffen

NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, es gebe einen Konsens darüber, Europas Verteidigungsposition ohne Lücken aufrechtzuerhalten, selbst wenn die USA Kräfte in andere Einsatzräume umleiten. Rutte warnte: „Wenn irgendeine Streitmacht in törichter Weise versucht, uns anzugreifen, wird die Vergeltung verheerend sein.“ Die Medienberichte halten fest, dass die Gespräche unter hoher Geheimhaltungsstufe laufen und dass es damit zu rechnen sei, dass eine tatsächliche Einigung über die Umstrukturierung des Nuclear Sharing Systems erhebliche Zeit in Anspruch nehmen werde.

FAQ

Welche Länder sind derzeit Teil des US Nuclear Sharing Program in Europa?
Sechs NATO-Mitgliedstaaten nehmen derzeit am US Nuclear Sharing Program teil: Belgien, Deutschland, Italien, die Niederlande, die Türkei und das Vereinigte Königreich. Diese Länder beherbergen US-nukleare Bomben und nuklearfähige Flugzeuge auf ihrem Territorium; die Waffen verbleiben in militärischer Obhut und unter Kontrolle der USA.

Welche Länder haben Interesse an der Aufnahme von US-Nuklearwaffen-Infrastruktur geäußert?
Polen und einige baltische Staaten – darunter Estland, Lettland und Litauen – hätten Berichten zufolge Interesse daran geäußert, Standorte für doppelverwendungsfähige Flugzeuge zu beherbergen, die in der Lage sind, US-Nuklearwaffen einzusetzen, so Quellen, die am 3. Juni (Ortszeit) von Euro News zitiert wurden. Polen habe unter den möglichen Kandidatenstaaten das aktivste Interesse gezeigt.

Welche Flugzeuge würden US-Nuklearwaffen im ausgeweiteten Programm transportieren?
Das Programm nutzt F-35A-Stealth-Jets, die als doppelverwendungsfähige Flugzeuge (DCA) bezeichnet sind und mit B61-12-Nuklearbomben ausgerüstet werden können. Diese Waffen verfügen über GPS-gestützte Fähigkeiten zur präzisen Abwurf- bzw. Lieferleistung und würden unter militärischer Obhut der USA auf den Standorten der Gastländer gelagert.

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