Laut Bloomberg haben am Freitag, dem 5. Juni, veröffentlichte US-Arbeitsmarktdaten, die stärker als erwartet ausgefallen sind, die Markt-Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve neu gezeichnet. Der Bericht zu den Non-Farm-Payrolls für Mai zeigte, dass 172.000 neue Stellen geschaffen wurden – nahezu das Doppelte der Prognose von 88.000 – und löste einen kräftigen Anstieg der Renditen am Anleihenmarkt aus. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe stieg auf 4,55 %, ein Zwei-Wochen-Hoch, während die Rendite der 2-jährigen Anleihe auf 4,18 % kletterte, dem höchsten Stand seit Februar 2025.
Händler richten ihren Fokus nun auf den Consumer Price Index am Mittwoch, dem 10. Juni. Die Derivate-Preise zeigen Erwartungen für einen Anstieg um 4,3 % im Jahresvergleich – der größte monatliche Sprung seit 2023. Die Markteinschätzung hat sich stark gedreht; Institutionen einschließlich BNP Paribas gehen nun davon aus, dass die Fed die Zinsen bis zu dreimal anheben wird, möglicherweise beginnend im Dezember, und damit frühere Erwartungen für Zinssenkungen im Jahr 2026 aufgibt.