Laut einem Goldman-Sachs-Handelsdesk kam es am 24. Juni zu einem erheblichen Abverkauf bei US-Technologieaktien – ausgelöst durch die Marktunruhe in Südkorea. Der Nasdaq 100 fiel um 3,29% und der S&P 500 um 1,44%. Der Abverkauf wurde vor allem durch den Rückgang des südkoreanischen KOSPI-Index um rund 10% über Nacht verursacht, was eine starke „Risk-off“-Stimmung auslöste. Ausländische Investoren verkauften mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar in koreanischen Aktien; SK Hynix verzeichnete mit etwa 26 Milliarden US-Dollar das höchste tägliche Handelsvolumen aller Zeiten und schloss 24% tiefer.
Goldman Sachs machte weitere Marktdruckfaktoren aus, darunter das Deleveraging bei gehebelten Produkten, Absicherungen vor den Ergebnissen im Vorfeld von Microns Resultaten sowie das Rebalancing von US-Pensionsfonds, das möglicherweise bis zum Monatsende etwa 40 Milliarden US-Dollar an Aktienverkäufen erfordern könnte. Der Handelsdesk beschrieb die Bewegung jedoch als geordnete Risikoreduktion statt als Panik: Die Aktivität des Handelsdesks lag bei 5 von 10, während Asset Manager und Hedgefonds zwar klar, aber in Maßen verkauften – mit Konzentration auf Technologie- und Makro-Produkte.