Laut dem Halbjahresausblick des World Gold Council dürfte Gold für den Rest des Jahres 2026 in einer Spanne um 4.100 US-Dollar pro Unze mit einer Schwankungsbreite von ±5 % handeln, wobei potenzielle Katalysatoren einen Ausbruch aus den aktuellen Niveaus ermöglichen könnten.
Auf der Oberseite könnten sich verschlechternde wirtschaftliche Bedingungen, geopolitische Schocks, niedrigere Zinserwartungen oder Kaufwellen Gold auf 4.500 US-Dollar/oz oder darüber anheben. Umgekehrt könnten robustes Wachstum, steigende Renditen und ruhigere Märkte die Preise nach unten drücken, wobei Rückgänge von mehr als 10 % durch Schnäppchenjäger-Nachfrage begrenzt werden dürften. Käufe der Zentralbanken (durchschnittlich 1.000 Tonnen pro Jahr seit 2022) und die Nachfrage aus Indien, dem zweitgrößten Goldmarkt der Welt mit einer jährlichen Nettonachfrage von 800 Tonnen, werden entscheidende Unwägbarkeiten sein. Die indische Regierung erhöhte im April die Importzölle von 6 % auf 15 %, was voraussichtlich die Nachfrage nach Schmuck und Barren im Jahresvergleich um 50-60 Tonnen reduzieren wird.