Gate News-Nachrichten: Obwohl Ripple im Jahr 2025 den langjährigen Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC hinter sich gebracht hat und das Geschäft aktiv ausbaut, liegt der XRP-Kurs weiterhin etwa 64% unter seinem Allzeithoch, was die Marktteilnehmer aufmerksam macht. Investoren und Analysten untersuchen derzeit die Gründe, warum der Kurs bislang nicht zurückgekehrt ist, sowie mögliche künftige Katalysatoren.
Mittelzuflüsse in ETFs geben XRP eine gewisse Unterstützung. Bis Ende März dieses Jahres verwalten sieben XRP-Handels-ETFs Assets im Wert von rund 1,1 Milliarden US-Dollar, wobei Bitwise-Produkte den Großteil des Handelsvolumens ausmachen. Bitwise Chief Investment Officer Matt Hougan sagte, dass der Fonds trotz schwachem Markt weiterhin Mittelzuflüsse verzeichne. Eric Balchunas, Senior ETF-Analyst bei Bloomberg, erklärte, dass es sich zwar um ein deutlich kleineres Volumen als bei Bitcoin-ETFs handelt, dies jedoch für XRP weiterhin ein positives Signal sei.
Einige Analysten äußern jedoch Zurückhaltung. Ric Edelman, Gründer von Edelman Financial Engines, ist der Ansicht, dass XRP durch die SEC-Klage im Jahr 2020 einen Reputationsschaden erlitten habe, die Größenordnung der Mittelzuflüsse begrenzt sei und sich das Kursverhalten kaum spürbar ändern dürfte. Er weist darauf hin, dass Anleger eher darauf setzen, dass XRP die frühere Glanzzeit wiederholt, statt dass sich die Fundamentaldaten verbessern.
Darüber hinaus ist die Unterstützung des US-Präsidenten Donald Trump ein politischer Vorteil für XRP. Im März 2025 kündigte Trump einen Regierungsplan für digitale Vermögensreserven an, der XRP einschließt, und setzte sich dafür ein, dass entsprechende Gesetzesvorlagen verabschiedet werden. Ripple-Manager nahmen wiederholt an Aktivitäten im Weißen Haus teil und stimmten sich mit der Bankenbranche über Krypto-Politiken ab.
Die Marktschwierigkeiten bestehen fort. Der Bitcoin-Preis ist seit seinem Allzeithoch um fast 50% gefallen; ein Umfeld mit hohen Zinsen und angespannte geopolitische Lage belasten riskante Vermögenswerte. Mittelzuflüsse in ETFs, politische Unterstützung und das Wachstum von Ripples Geschäft könnten XRP zwar potenziellen Aufwärtsdruck verleihen, kurzfristig dürfte der Kurs jedoch weiterhin von makroökonomischen Faktoren gebremst werden.
Ripple expandiert das Geschäft weiter: Die Bewertung liegt bei etwa 50 Milliarden US-Dollar; das Unternehmen hat stabile Coins eingeführt und mehrere Übernahmeinitiativen gestartet. Obwohl Ripple und XRP unabhängige Einheiten sind, könnten sich die Wachstumstendenzen des Unternehmens letztlich im XRP-Kurs widerspiegeln. Anleger sollten die Entwicklung von Bitcoin, die ETF-Flow-Daten und den Ausbau des Ripple-Ökosystems im Blick behalten, um das potenzielle Aufholpotenzial von XRP in der Zukunft einzuschätzen.
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