Bitcoin-ETFs verringern die Wirksamkeit von On-Chain-Kennzahlen seit Januar 2024

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US-Spot-Bitcoin-ETFs haben seit ihrer Einführung im Januar 2024 verändert, wie Investoren die Marktstimmung im Kryptomarkt bewerten. Die ETFs ermöglichen, dass Milliarden von Dollar in den Markt fließen, ohne dass dies nennenswert die On-Chain-Daten beeinflusst, da institutionelle Verwahrer den zugrunde liegenden Bitcoin halten, während Anleger über Brokerage-Konten eine Exponierung erhalten. Diese strukturelle Änderung hat die Aussagekraft konventioneller On-Chain-Indikatoren verringert, auf die der Kryptomarkt seit 2011 angewiesen war, denn starke Nachfrage und Kursbewegungen spiegeln sich nicht mehr durchgängig in der Netzwerkaktivität wider.

Bitcoin-ETFs treiben Markt-Exponierung ohne On-Chain-Aktivität

Nach der Einführung der US-Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2024 verschoben sich die Marktdynamiken, da Anleger eine Krypto-Exponierung über Brokerage-Konten erhalten konnten, ohne Wallets einzurichten. Starke Zuflüsse in die ETFs trieben den Bitcoin-Preis nach oben, ohne dass es zu entsprechenden Anstiegen bei der On-Chain-Aktivität kam. Anfang 2024 stieg Bitcoin über $70.000, während aktive Adressen weit unter ihrem Höhepunkt von 2021 blieben. Diese Diskrepanz zwischen realer Investorennachfrage und On-Chain-Kennzahlen ist zu einem häufigen Muster über alle Kryptowährungen hinweg geworden, die ETFs haben.

Layer-2-Netzwerke verlagern das Transaktionsvolumen weg von Ethereum Mainnet

Vor 2015 analysierten Experten Transaktionen, aktive Adressen und Gaspreise auf einer einzelnen Blockchain pro Ökosystem, um Nachfrage und Adoption zu bestimmen. Mit der Einführung von Layer-2-Netzwerken wie Arbitrum, Optimism, Base und zkSync verlagerte sich erhebliche Aktivität vom Mainnet weg. Diese Netzwerke bündeln Tausende von Transaktionen in einer einzigen Transaktion, die auf der Hauptkette abgewickelt wird. Die Anzahl der Ethereum-L1-Transaktionen ist seit 2023 gesunken, was jedoch nicht auf eine geringere Nutzung hindeutet, da ein großer Teil der Nutzeraktivität auf L2s gewandert ist, auf denen die Transaktionsvolumina häufig über denen der Main-Ethereum-Kette liegen.

Börsen-Zuflüsse verlieren Zuverlässigkeit als Verkaufssignal

Börsen-Zuflüsse galten viele Jahre lang als verlässlicher bärischer Indikator, denn Investoren, die Coins von privaten Wallets an Börsen transferierten, bereiteten sich oft auf einen Verkauf vor. In 2018 und 2021 gingen große Zuflüsse häufig bedeutenden Markthöhen voraus. Allerdings hat sich mit zunehmender institutioneller Beteiligung die Interpretation dieser Bewegungen geändert. Börsen fungieren heute als Verwahrorte und Zentren für Sicherheiten von Trading-Firmen, Asset Managern und Hedgefonds. Coins können an Börsen verlagert werden, um sie für Custody-Management, Portfolio-Rebalancing oder Sicherheiten für Derivate zu halten – statt für einen unmittelbaren Verkauf.

TVL und Whale-Bewegungen treten als alternative Kennzahlen hervor

Total Value Locked (TVL), Whale-Bewegungen und Stablecoin-Analysen bleiben nützlich, um die Schwächen konventioneller On-Chain-Kennzahlen auszugleichen. Ein steigendes TVL deutet typischerweise auf wachsende Nutzerbindung, Liquidität und Vertrauen in ein Blockchain-Ökosystem hin und liefert ein Bild davon, ob Kapital in dezentrale Anwendungen fließt oder auf der Blockchain verbleibt. Whale-Aktivitäten können die Marktstimmung und Liquidität beeinflussen, weil die Größe ihrer Bestände ins Gewicht fällt; sie liefern gelegentlich ein frühes Signal für neue Trends, da Retail-Investoren typischerweise erst reagieren, nachdem größere Marktbewegungen begonnen haben. In den Kryptomärkten fungieren Stablecoins häufig als Liquiditätsreserven. Indem Analysten ihre Versorgung, Börsenbestände und Dominanz beobachten, können sie einschätzen, ob Kapital in den Markt eintritt, draußen bleibt oder in riskantere Assets umschichtet.

FAQ

Was haben US-Spot-Bitcoin-ETFs im Kryptomarkt verändert?
US-Spot-Bitcoin-ETFs, die im Januar 2024 eingeführt wurden, ermöglichen, dass Milliarden von Dollar in den Markt fließen, mit minimalem Einfluss auf On-Chain-Daten, da institutionelle Verwahrer den zugrunde liegenden Bitcoin halten, während Anleger über Brokerage-Konten eine Exponierung erhalten, ohne Wallets einzurichten.

Warum ist die Anzahl der Ethereum-L1-Transaktionen seit 2023 gesunken?
Die Anzahl der Ethereum-L1-Transaktionen ist seit 2023 gesunken, weil ein beträchtlicher Teil der Nutzeraktivität auf Layer-2-Netzwerke wie Arbitrum, Optimism, Base und zkSync verlagert wurde, wo diese Netzwerke Tausende von Transaktionen zu einer einzigen Transaktion bündeln, die auf der Hauptkette abgerechnet wird.

Wie haben sich Börsen-Zuflüsse als Marktkriterium verändert?
Börsen-Zuflüsse deuten nicht mehr konsistent auf Verkaufsdruck hin wie noch in 2018 und 2021, weil Börsen heute als Verwahrorte und Zentren für Sicherheiten für Trading-Firmen, Asset-Manager und Hedgefonds dienen. Coins werden dabei für Custody-Management, Portfolio-Rebalancing oder Derivate-Sicherheiten verlagert – nicht für einen unmittelbaren Verkauf.

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