Vier Tech-Giganten aus Silicon Valley in der neuesten Folge des „All-In Podcast“ zur Prognose für 2026 haben hervorgehoben, dass KI, Kupfer und Elektrizität eine eng miteinander verbundene neue Dreifaltigkeit bilden, die zum Kernmotor der globalen Wirtschaft wird. KI ist im Wesentlichen ein Stromwandler, bei dem groß angelegte Modellberechnungen den Strom von einem Energiethema zu einer nationalen Rechenleistungsticket verwandeln. Kupfer ist die digitale Nervenbahn; sei es bei der Verkabelung hochdichter Rechenzentren oder bei der Aufrüstung der Stromnetze zur Unterstützung der Energiewende, hebt Kupfer den Status vom Basismetall zu einer knappen strategischen Ressource.
Rechenleistung und Produktivitätswachstum sind die Haupttreiber für den KI-Ausbruch
Alle vier Moderatoren sind sich einig, dass einer der Kernantriebe für das Wirtschaftswachstum der USA im Jahr 2026 die Steigerung der Produktivität durch KI ist. Der KI- und Krypto-Experte David Sacks wies darauf hin, dass die US-Arbeitsproduktivität zeitweise eine jährliche Wachstumsrate von fast 5 % erreichte, was in den letzten Jahren ein Hoch darstellt. Der Grund dafür ist die extensive Einführung von KI in Unternehmen, die ursprünglich teure und knappe Wissensarbeit automatisiert.
Er erklärt dies anhand des „Gevens-Paradox“, wonach die Nachfrage steigt, wenn Programmieren, Datenanalyse und Content-Produktion billiger werden, obwohl die Kosten sinken. Berufe wie Radiologen, die oft als durch KI ersetzbar gelten, verzeichnen tatsächlich eine stetige Zunahme der Beschäftigtenzahl, da Tests günstiger und schneller werden, was das medizinische System dazu veranlasst, mehr Scans durchzuführen und somit mehr Fachpersonal für die Überprüfung und Interpretation der Ergebnisse benötigt.
Sacks ist der Ansicht, dass KI längst nicht mehr nur ein Technologiethema ist, sondern ein Motor für die Aufrüstung der Wirtschaftsstrukturen.
Rechenleistung treibt Hardware-Nachfrage, Kupfer wird zur begehrten strategischen Ressource
Chamath Palihapitiya ist der Meinung, dass der Markt die Bedeutung von Kupfer im Zeitalter der KI stark unterschätzt. Datenzentren, Chips, Stromnetze, Waffensysteme, Elektrofahrzeuge und Energiespeichergeräte sind nahezu alle auf Kupfer angewiesen.
Basierend auf aktuellen Investitions- und Abbaumöglichkeiten könnte die globale Kupferproduktion bis 2040 um fast 70 % hinter der Nachfrage zurückbleiben. Vor dem Hintergrund, dass viele Länder nationale Sicherheit und industrielle Autonomie betonen, hat Kupfer den Status vom Basismetall zu einer strategischen Ressource aufgewertet. Daher glaubt Chamath, dass eines der wertvollsten Vermögenswerte im Jahr 2026 die Schlüsselmetalle, insbesondere Kupfer, sein werden.
Von Stromerzeugung bis Stromnetz – wer zuerst positioniert ist, gewinnt
Da KI, Rechenzentren und industrielle Automatisierung stark stromintensiv sind, wird die Stromversorgung zum neuen Schlachtfeld. David Friedberg ist optimistisch, dass Kernenergie den zukünftigen Strombedarf erheblich unterstützen kann, während andere Moderatoren argumentieren, dass die Genehmigung von Kernkraftwerken langsam ist, die Bauzeiten lang sind und die Kosten schwer zu kontrollieren sind. Besonders wenn die Anlagen fertiggestellt sind, könnten Solarenergie und Energiespeicher die Grenzkosten der Stromerzeugung bereits deutlich senken.
Das gemeinsame Fazit der vier ist, dass die Zukunft eine „hybride“ Stromstruktur sein wird, in der Kernenergie, Solarenergie, Energiespeicher, fossile Brennstoffe und Erdgas koexistieren, nur in unterschiedlichen Anteilen. Wer am schnellsten baut, stabile Versorgung gewährleistet, die Kosten senkt und gleichzeitig nationale Sicherheit und Industriebedürfnisse berücksichtigt, wird im KI-Zeitalter Vorteile haben.
Strom wird zum Engpass für technologische Entwicklung, Energiepolitik wird neu geschrieben
Die Moderatoren skizzieren einen klaren industriellen Pfad: Zunächst die Verbreitung von KI, die Unternehmen und Regierungen zur Automatisierung antreibt; dann ein explosionsartiges Wachstum des Rechenleistungsbedarfs, das den Ausbau von Rechenzentren und Chips vorantreibt; anschließend die Nachfrage nach Kupfer und Schlüsselmetallen, die zu strategischen Vermögenswerten werden; und schließlich wird Strom zum entscheidenden Engpass für technologische Fortschritte, was eine Neugestaltung der Energiepolitik in allen Ländern erzwingt.
Im Jahr 2026 wird diese Kette vollständig sichtbar sein, nicht nur in der Tech-Branche, sondern auch in Bergbau, Energie, Verteidigung, Finanzen und Regierung.
KI führt nicht nur die Software-Revolution an, sondern transformiert gleichzeitig die physische Welt
Abschließend betonen die Moderatoren, dass KI nicht nur eine Software-Revolution ist, sondern eine Kraft, die die gesamte Wertschöpfungskette nach unten durchdringt: Sie verändert Arbeitsweisen, treibt Hardware-Investitionen voran, erhöht die Nachfrage nach Metallen und gestaltet die Energiepolitik neu. Für Investoren, Unternehmen und Regierungen gilt es, im Jahr 2026 nicht nur die Tech-Aktien zu verstehen, sondern auch Kupfer, Stromnetze, Kraftwerke und die geopolitischen sowie industriepolitischen Hintergründe zu erfassen.
(Platin erreicht neue Höchststände und wird neben Gold und Silber zur wichtigsten Edelmetallanlageoption)
Dieser Artikel „All-In Podcast“ Prognose 2026: KI, Kupfer und Elektrizität als neue globale Wirtschaftssäulen erschien zuerst bei ABMedia.