US-CFTC startet Aufsichtsmaßnahmen für Prognosemärkte, Ereignisvertragsregeln könnten bedeutende Anpassungen erfahren

Am 13. März gab die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in den USA bekannt, dass sie eine neue Regulierungsmaßnahme eingeleitet hat, um die Überwachung von Prediction Markets und Event-Contract-Handel zu verstärken. CFTC-Vorsitzender Michael Selig erklärte, dass dies ein Zeichen dafür sei, dass die Regulierungsbehörde nach jahrelangem Abwarten nun aktivere Schritte unternimmt, um einen klaren Compliance-Rahmen für diese Märkte zu schaffen.

Laut Schreiben Nr. 26-08 des Market Oversight Departments der CFTC müssen registrierte Handelsplattformen bei der Einführung von Event-Contracts strengere Compliance- und Listungsstandards einhalten. Event-Contracts sind Derivate, deren Ertrag vom Ergebnis realer Ereignisse abhängt, beispielsweise bei Sportwettkämpfen oder politischen Wahlen. Die Regulierungsbehörde hat zudem eine vorgeschlagene Regelsetzung (ANPRM) veröffentlicht und lädt die Öffentlichkeit ein, innerhalb von 45 Tagen Rückmeldungen zu geben, ob neue Regeln erforderlich sind oder bestehende Regulierungen überarbeitet werden sollten.

Michael Selig äußerte auf sozialen Plattformen, dass Prediction Markets seit langem als Finanzinstrumente bestehen und die CFTC unter seiner Führung die Aufsicht über diese Märkte aufrechterhalten und deren legale Entwicklung in den USA fördern werde. Er betonte kürzlich mehrfach, dass Prediction Markets von immer mehr Investoren als wertvollere Datenquelle als traditionelle politische Umfragen angesehen werden.

Dennoch gibt es weiterhin Streitigkeiten über die Zuständigkeit der Regulierung von Prediction Markets. Einige US-Bundesstaaten sind der Ansicht, dass diese Produkte im Wesentlichen mit Sportwetten vergleichbar sind und daher in das Glücksspielregulierungssystem fallen sollten, nicht in den Finanzderivatemarkt. Der Online-Glücksspielberater Peter Harmon erklärte, dass die aktuelle Aktion der CFTC eher eine Wiederholung bestehender Regeln sei, anstatt neue Regulierungsansätze zu präsentieren.

Harmon betonte, dass die regulatorischen Streitigkeiten derzeit hauptsächlich die Sportwetten-Prediction-Märkte betreffen. Bei Vorhersagen zu politischen oder wirtschaftlichen Ereignissen bestehe kaum Streit um die Zuständigkeit der CFTC. Ob jedoch Sportwettvorhersagen als Finanzderivate eingestuft werden sollten, sei weiterhin umstritten. In den meisten westlichen Ländern werden solche Aktivitäten meist in das Glücksspielregulierungssystem eingereiht.

Die Regulierungsmaßnahme erinnert auch Handelsplattformen daran, dass Insiderhandel, Preismanipulation und die Nutzung vertraulicher Informationen zum Vorteil auch im Event-Contract-Markt gelten. Die CFTC warnte, dass Produkte, die nicht den Compliance-Standards entsprechen, von der Aufsicht ausgesetzt oder in ihrer Listung eingeschränkt werden können. Analysten gehen davon aus, dass die US-Regulierungsbehörden mit wachsendem Prediction-Market-Volumen künftig die rechtlichen Grenzen dieser Branche weiter klären werden.

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