Gate News Nachrichten, 18. März, berichtete Cryptopolitan, dass der polnische Präsident Karol Nawrocki Anfang dieses Monats ein neues Gesetz unterzeichnet hat, das die EU-DAC8-Richtlinie (die achte Änderung der Richtlinie über die Zusammenarbeit bei der Verwaltung der direkten Steuern in der EU) in nationales Recht aufnimmt. Nach den neuen Vorschriften müssen Investoren, die ihre Krypto-Einnahmen nicht ordnungsgemäß melden, mit einer Strafsteuer von bis zu 75 % rechnen.
Die DAC8-Richtlinie richtet sich speziell an digitale Vermögenswerte und verlangt von Börsen, Maklern und Wallet-Dienstleistern, Nutzerdaten und Transaktionsinformationen zu sammeln und an die Steuerbehörden zu melden. Die Steuerbehörden der Mitgliedstaaten werden diese Informationen automatisch austauschen. Das polnische Finanzamt (KAS) wird dadurch Einblick in die Bestände und Transaktionen der in Polen ansässigen Kryptowährungsinvestoren erhalten.
Laut lokalen Medien schätzen Experten, dass etwa 3 Millionen Menschen in Polen Kryptowährungen besitzen, aber derzeit nur etwa 1 % der Investoren ihre Steuern ordnungsgemäß zahlen. Nach den aktuellen Vorschriften müssen Gewinne aus Kryptowährungstransaktionen bis zum 30. April 2026 über das Formular PIT-38 gemeldet werden, wobei ein einheitlicher Kapitalertragsteuersatz von 19 % gilt; Mining- und Staking-Belohnungen sind bei Erhalt steuerfrei, aber beim Umtausch in Fiatwährung steuerpflichtig.