Gate News Nachrichten, 19. März: Trotz eines kumulierten Kapitalzuflusses von etwa 1,16 Milliarden US-Dollar in den Spot-Bitcoin-ETF in den letzten sieben Handelstagen konnte der Bitcoin-Preis seine Stärke nicht aufrechterhalten, was auf eine deutliche Dämpfung der Marktstimmung durch das makroökonomische Umfeld hinweist. Daten zeigen, dass Bitcoin nach einem Hoch bei etwa 75.600 US-Dollar auf rund 71.000 US-Dollar gefallen ist, mit einem Tagesverlust von über 4 %.
Analysten weisen darauf hin, dass die aktuelle Korrektur auf eine Neubewertung der Zinserwartungen und Inflationsdrucks zurückzuführen ist. Die Federal Reserve hält die Zinsen bei 3,5 % bis 3,75 % und hat die Inflationsprognose für 2026 auf etwa 2,7 % angehoben. Powell betonte, dass die Inflationsrückgänge langsamer seien als erwartet, was die Marktteilnehmer bei der Einschätzung des Zinspfads vorsichtiger macht. Gleichzeitig stieg der Produzentenpreisindex (PPI) unerwartet, während die Eskalation im Nahost-Konflikt die Ölpreise über 110 US-Dollar pro Barrel steigen ließ, was die Attraktivität von Risikoanlagen weiter schwächte.
Vor diesem Hintergrund, obwohl institutionelle Investoren weiterhin in Bitcoin über ETFs investieren, zeigen sich kurzfristige Kapitalflüsse und die Preisentwicklung zunehmend divergierend. Rachael Lucas erklärte, dass die anhaltenden Zuflüsse in ETFs darauf hindeuten, dass Institutionen Bitcoin als langfristiges Anlageinstrument und nicht nur als kurzfristiges Spekulationsobjekt betrachten, was auf eine Veränderung der Marktstruktur hindeutet.
Zudem wirkt sich die gleichzeitige Schwäche der US-Aktienmärkte auf den Kryptomarkt aus, wobei der S&P 500 und der NASDAQ beide Rückgänge verzeichnen. Derzeit gilt die Unterstützung bei etwa 70.000 US-Dollar als entscheidender Bereich. Falls die kommenden Beschäftigungs- und Fertigungsdaten die Inflationsaussichten weiter verstärken, könnte der Preis zusätzlichen Druck erfahren.