Gate News-Mitteilung, 23. April — Morgan Stanley schätzt, dass KI-Tools die Kosten für die Entwicklung von Videospielen um nahezu die Hälfte reduzieren und ungefähr US$22 Milliarden an zusätzlichem jährlichem Gewinn über die globale Gaming-Branche hinweg erzeugen könnten.
Die Bank geht davon aus, dass die weltweiten Ausgaben für Gaming 2026 US$275 Milliarden erreichen werden, wobei etwa US$55 Milliarden in Entwicklung und Betrieb reinvestiert werden. Niedrigere Entwicklungskosten könnten die Abhängigkeit der Branche von häufigen neuen Veröffentlichungen verringern und es Publishern ermöglichen, bestehende Franchises mit stetigen Content-Updates aufrechtzuerhalten.
Die Gewinne werden voraussichtlich nicht gleichmäßig in der gesamten Branche verteilt sein. Unternehmen wie Tencent, Sony und Ubisoft sind besser positioniert, um zu profitieren, weil sie über Vertriebsnetzwerke, proprietäre Daten und starke Spielerbeziehungen verfügen. Dagegen könnten Studios wie Playtika und Netmarble, denen starke zentrale Rechte am geistigen Eigentum fehlen, unter zunehmenden Druck geraten, da KI die Produktion von Spielen im mittleren Segment leichter zugänglich macht. Eine separate Analyse von Morgan Stanley deutet darauf hin, dass Kosteneinsparungen für AAA-Publisher näher an 15% liegen könnten, während der CEO von Take-Two anmerkte, dass es "lächerlich" sei, mit KI ein Spiel von Grund auf zu bauen. Der Wandel könnte auch die Personalstruktur umgestalten: Durch den steigenden Bedarf an Senior-Software-Ingenieuren und Leitern der Spieleentwicklung, die größere Projektportfolios betreuen, während ein breiter Rückgang bei den Jobs von Entwicklern nicht erwartet wird.