
BitMEX-Mitbegründer Arthur Hayes gab am 5. Juni auf X bekannt, dass er wegen einer Schwachstelle im Zcash-Orchard-Pool alle seine ZEC-Positionen verkauft (komplett liquidiert) hat, und erklärte die Entscheidungslogik vollständig. Hayess Kernaussage lautet: Bei einer Datenschutz-Erzählung im Kontext von KI, Regierungen und großen Tech-Unternehmen wird „perfekte“ Sicherheit verlangt – nicht „eine sehr geringe Ausnutzbarkeit“.
Hayes’ Bestätigung auf der X-Plattform
Laut der öffentlichen Veröffentlichung von Hayes auf X ist die vollständige Logik hinter seiner Liquidationsentscheidung wie folgt: Obwohl er davon ausgeht, dass die Wahrscheinlichkeit für das Vortäuschen (Fälschung) von geminteten Coins „extrem gering“ ist, lässt sich dies formal-kryptografisch nicht beweisen, dass es ausgeschlossen ist; die Datenschutz-Erzählung im Kontext von KI, Regierung und Big Tech verlangt Perfektion, nicht nur niedrige Wahrscheinlichkeiten; er habe gestern den Bericht über die Schwachstelle gelesen und habe zuvor nicht erkannt, wie die Schwachstelle gegen seine „Narrativ-Mental-Map“ verstößt, und die 30%ige Verkaufsquote ließ ihn erneut nachdenken.
Hayes sagt, Datenschutz sei unbezahlbar; er habe nichts dagegen, zu einem höheren Preis zurückzukaufen, und habe auch kein Problem damit, zuzugeben, dass er falsch gelegen habe. Gleichzeitig bestätigt er, dass er derzeit weiterhin eine WLD-(World)-Position hält.
Hintergrund zur ZEC-Orchard-Schwachstelle: entscheidende bestätigte Fakten
Als Kontext für Hayess Entscheidung gehören zu den bestätigten Fakten, die an demselben Tag auch Zcash-Gründer Zooko Wilcox öffentlich offengelegt hat: Der Sicherheitsforscher Taylor Hornby habe am 29. Mai 2026 eine schwere Fälschungs-Schwachstelle im Orchard-Pool gefunden; ZODL habe die Koordination einer dringenden Notfallbehebung übernommen, sodass die Schwachstelle am 2. Juni 2026 abgeschlossen behoben war; die Schwachstelle bestand seit dem Go-Live des Orchard-Pools im Mai 2022; Hornby habe in einer lokalen Testumgebung erfolgreich unbegrenzt viele gefälschte ZEC generiert, die nicht erkannt werden konnten.
Aufgrund der Datenschutz-Eigenschaften von Orchard kann kryptografisch nicht bestätigt werden, ob die Schwachstelle vor der Behebung bereits im Mainnet ausgenutzt wurde. Shielded Labs bereitet derzeit einen Plan für ein Netzwerk-Upgrade vor und will nächste Woche detaillierte Vorschläge veröffentlichen.
Häufige Fragen
Warum hat Arthur Hayes auch bei einer Schwachstelle mit sehr geringer Ausnutzungswahrscheinlichkeit dennoch verkauft (liquidiert)?
Gemäß Hayess öffentlicher Erklärung basiert seine Haltelogik auf der Datenschutz-Erzählung von ZEC im Kontext von KI, Regierung und Big Tech; diese Erzählung erfordert „perfekte“ Sicherheit, nicht „niedrige Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung“. Sobald irgendeine Sicherheits-Ungewissheit auftaucht, die kryptografisch nicht ausgeschlossen werden kann, wird die narrative Grundlage der Position erschüttert; daher reicht es, egal wie gering die tatsächliche Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist, um seine Liquidationsentscheidung auszulösen.
Hat Hayes ZEC vollständig aufgegeben – oder besteht die Möglichkeit eines Rückkaufs?
Laut Hayess öffentlicher Erklärung erklärt er eindeutig, dass er weiterhin neu bewerten werde und, falls die Annahme als falsch erwiesen wird, bereit sei zurückzukaufen: „Ich hoffe, zu einem niedrigeren Preis“. Gleichzeitig sagt er, dass es ihm nichts ausmacht, zu einem höheren Preis zurückzukaufen. Seine Wortwahl ist „Gewinne realisieren“ und „neu nachdenken“, nicht eine Logik, ZEC dauerhaft aufzugeben.
Welche bestätigten Veränderungen gibt es bei den Krypto-Assets nach Hayess Liquidation seiner ZEC-Position?
Gemäß Hayess öffentlicher Erklärung bestätigt er, dass er alle ZEC-Positionen verkauft hat, und bestätigt zugleich, dass er weiterhin eine WLD-(World)-Position hält. Hayes erwähnt keine konkreten Änderungen bei irgendwelchen anderen Positionen.