Nach Daten des Zinsswap-Marktes ist das offene Interesse an August-Fed-Funds-Futures bis Montag (29. Juni) um 30 % auf fast 590.000 Kontrakte gestiegen, da Händler aggressiv Short-Positionen aufbauen und auf eine Zinserhöhung im Juli wetten. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der nächsten geldpolitischen Sitzung ist aufgrund der jüngsten Betonung der Preisstabilität durch Fed-Chef Kevin Warsh auf rund 36 % gestiegen.
Die Verschiebung der Zinserwartungen hat die Zinskurve gestaucht. Die Spanne zwischen 2- und 10-jährigen Treasury-Renditen hat sich seit der Juni-Sitzung um etwa 15 Basispunkte verengt, wobei die 10-jährige Rendite bei rund 4,46 % und die 2-jährige bei 4,17 % liegt. JPMorgan-Kundenumfragen zeigen, dass die Netto-Long-Positionen bei Anleihen auf ein Siebenmonatshoch gestiegen sind, was auf eine verstärkte Positionierung für eine mögliche Abflachung der Kurve hindeutet.