
Galaxy-Research-Analyst Alex Thorn hat auf X bestätigt, dass eine Bitcoin-Adresse, die seit dem 27. März 2011 stillliegt, am 2. Juni bei einer Blockhöhe von 952.104 35,55 BTC (ca. 2,54 Millionen US-Dollar) transferiert hat; zuvor war die Adresse als Beklagte in einer New Yorker Klage wegen aufgegebener Vermögenswerte gelistet.
Kernvorbringen in der Klage von Noah Doe: Rechtslücke bei einer Bewertungsstrategie unter 10 US-Dollar
Die wichtigsten Parameter des Falls:
Aktenzeichen:153119/2026, eingereicht am 11. März 2026
Zieladresse:39.069 ruhende Bitcoin-Adressen
Geltend gemachte Menge:ca. 3.799.629 BTC, zum Marktpreis ca. 293,5 Milliarden US-Dollar
Bewertungsstrategie des Klägers:Bewertung jeder Adresse mit weniger als 10 US-Dollar, um über einen Schnellweg für geringwertige Verfahren nach § 257(2) die Eigentumszuordnung innerhalb eines Jahres nach der Entdeckung abzuschließen
Tatsächliche Daten von Galaxy Research:39.069 Adressen mit durchschnittlich 97,25 BTC pro Adresse (ca. 7,5 Millionen US-Dollar), Median 50 BTC
Abweichung:Alex Thorn beschreibt die Differenz zwischen der 10-US-Dollar-Bewertung der Kläger und dem tatsächlichen Gesamtwert von 293,5 Milliarden US-Dollar als „neun Größenordnungen“
Das Gericht hat mittels OP_RETURN-Nachrichten zwischen den Bitcoin-Blöcken 950.446 und 950.576 98 Batch-Transaktionen autorisiert, wobei jede Zieladresse 546 Sats erhielt und auf einen Link zu den Prozessunterlagen verweist.
Bestätigung des Transfers am 2. Juni: Reaktion der Inhaber nach der „Dust“-Benachrichtigung
(Quelle:Alex Thorn)
Die Adresse 1LwWtSs7tMCwcRczQd5kVMv3xpWw6w4Sxe erhielt erstmals am 27. März 2011 Bitcoin; damals lag der Wert pro Coin bei etwa 0,87 US-Dollar, und nach 15,2 Jahren Inaktivität wurde sie am 2. Juni 2026 zum ersten Mal ausgezahlt.
Der Transfer erfolgte, nachdem Noah Doe eine On-Chain-Dust-Transaktion (inklusive Link zu den Gerichtsunterlagen) an diese Adresse gesendet hatte. Alex Thorn erklärte auf der X-Plattform: „Diese alten Bitcoins wurden in dem Verfahren wegen aufgegebener Vermögenswerte von Noah Doe eingereicht, aber offenbar sind sie tatsächlich keine aufgegebenen Vermögenswerte.“ Der Transfer bestätigte rechtlich eine aktive Kontrolle der Inhaber über die Bitcoins sowie ein unmittelbares Bewusstsein für das Verfahren.
Reale rechtliche Wirkung eines Versäumnisurteils
Alex Thorn erläutert die Reichweite der Wirkung eines Versäumnisurteils: Die gerichtliche Anordnung werde ein Rechtsdokument hervorbringen, das gegen bestimmte Krypto-Assets eingesetzt werden kann, die bei regulierten Verwahrstellen oder Börsen auftauchen, wodurch es zu einer Sperrung der Vermögenswerte kommt und die Inhaber gezwungen werden, die Eigentümerschaft öffentlich nachzuweisen; Thorn nennt dies „eine Eigentums-Befleckung“.
Thorn weist zugleich darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Gericht im Versäumnisfall vollständig der Erklärung zur Eigentumszuordnung folgt, lediglich niedrig bis mittel ist; die privaten Schlüssel werden in keinem Fall durch eine gerichtliche Anordnung übertragen. Rechnet man ab dem Zeitpunkt der Zustellung der Benachrichtigung etwa 30 Tage, wird die technische Vertragsverletzung frühestens Ende Juni 2026 eintreten.
FAQ
Auf welcher Rechtsgrundlage stützt sich die Klage von Noah Doe?
Der Kläger stützt sich auf den New Yorker Personal Property Law Abschnitt 7-B und macht geltend, dass lang ruhende Bitcoin-Adressen unter die Definition von aufgegebenen Vermögenswerten fallen; außerdem wird über eine Bewertung von weniger als 10 US-Dollar je Adresse ein Schnellweg für geringwertige Verfahren nach § 257(2) aktiviert, um die Zeit bis zur Eigentumszuordnung zu verkürzen.
Warum können private Schlüssel nicht per gerichtlicher Anordnung übertragen werden?
Das Bitcoin-Netzwerk erfordert private Schlüssel, um Gelder zu verschieben; eine gerichtliche Anordnung kann diesen technischen Mechanismus nicht abdecken. Selbst wenn das Gericht ein Urteil zur Eigentümerschaft fällt, kann die Anordnung nur in einer regulierten zentralisierten Plattform gegenüber den angegebenen Adressen handeln, nicht direkt die On-Chain-Kontrolle beeinflussen.
Welche rechtliche Auswirkung hat der Transfer vom 2. Juni auf das Verfahren?
Der Transfer bestätigt, dass mindestens ein benannter Adressinhaber weiterhin aktiv über die Vermögenswerte verfügt, was die Behauptung von Noah Doe zu den aufgegebenen Vermögenswerten für diese Adresse direkt schwächt. Der Gesamtprozess des Klägers über 39.069 Adressen läuft weiterhin; der Transfer hat nur eine direkte Wirkung auf die speziell übertragenen Adressen.