
Der Bitcoin ist am 4. Juni weiter in Richtung der Marke von 63.300 US-Dollar abgerutscht. Nachdem Strategy Inc. 32 Bitcoins verkauft hat (rund 2,5 Millionen US-Dollar), wurde die Marktstimmung gebremst: In dieser Woche ist die Bitcoin-Marktkapitalisierung um etwa 160 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Laut von Bloomberg zusammengestellten Daten kam es bei den in den USA notierten Bitcoin-ETFs bereits zum 12. Handelstag in Folge zu Mittelabflüssen; knapp 4 Milliarden US-Dollar wurden abgezogen, ein historischer Rekord bei durchgehenden Abflüssen.
Kernmarktdaten: Bitcoin vs. Nasdaq 12-Monats-Performance
Wichtige Marktdaten im Vergleich:
Bitcoin: In den vergangenen 12 Monaten -37%, 48% unter dem Hoch
Nasdaq 100: In den vergangenen 12 Monaten +42%, diese Woche erneut ein Allzeithoch
Bitcoin-ETFs: 12 Handelstage in Folge Netto-Abflüsse, kumuliert knapp 4 Milliarden US-Dollar
Krypto-Perpetual-Futures Long-Liquidationen: Laut Coinglass-Daten wurden in den vergangenen 24 Stunden rund 1,5 Milliarden US-Dollar an Long-Positionen liquidiert
MSTR-Aktienkurs: In dieser Woche -14%, verglichen mit dem Hoch - über 70%
Strategy-Verkaufsereignis: Warum 32 BTC eine Vertrauenskrise auslösen
Rajiv Sawhney erläutert, dass Strategy von den gehaltenen 843.706 Bitcoins lediglich 32 verkauft habe und dies im Verhältnis zu einer Marktkapitalisierung von 62 Milliarden US-Dollar „eine unbedeutende Kleinigkeit“ sei. Doch angesichts der angeschlagenen Bitcoin-Performance der letzten Wochen sei diese Maßnahme das weitaus wichtigere Signal für den Markt.
Der Portfoliomanager von Apollo Crypto, Pratik Kala, weist darauf hin, dass Fonds wie MSTU, MSTY und MSTX darauf ausgelegt sind, die täglichen Schwankungen von MSTR zu verstärken. Der Rückgang von MSTR trifft daher direkt diese verbundenen ETFs, wodurch Anleger-Abzüge das Vertrauen des Marktes in das MSTR-Gesamttrading weiter schwächen. Kala beschreibt dies als „Teufelskreis“.
AI-Rotation statt Bitcoin: Kapitalallokation zweier Unternehmen verlagert sich
Carney Mak, Managing Partner von FXHB Asset Management, sagt, er habe einen Teil der Mittel von Bitcoin und digitalen Assets hin zu AI-Aktien verschoben und betont, dass AI derzeit gegenüber digitalen Assets attraktivere Risiko-Ertrags-Eigenschaften aufweist.
Im vergangenen Monat hatte das an der Nasdaq gelistete Unternehmen K Wave Media angekündigt, das Vorhaben zu beenden, rund 500 Millionen US-Dollar in Bitcoin zu investieren, und stattdessen den Großteil der Mittel in AI-Datencenter, GPU-Infrastruktur sowie entsprechende Übernahmen zu lenken. Der Krypto-Miner Bitdeer hat derweil seine gesamten Bitcoin-Reserven liquidiert, um sein Wachstum im Bereich AI und High-Performance-Computing zu finanzieren.
Häufige Fragen
Warum wirkt sich der Verkauf von 32 Bitcoins bei Strategy so stark auf die Marktbewertung aus?
Laut Analyse von Rajiv Sawhney von Wave Digital Assets ist das finanzielle Volumen dieses Verkaufs im Verhältnis zum gesamten Bestand von 843.706 Bitcoins bei Strategy zwar gering. Da Strategy jedoch stets die „Never Sell“-Position von Michael Saylor als zentrales Business-Narrativ genutzt habe, habe ein Verkauf in kleinerem Umfang die Markterwartung an dieses Bekenntnis durchbrochen und eine Neubewertung der Marktüberzeugung ausgelöst.
Bitcoin-ETFs verzeichnen 12 Tage in Folge Abflüsse – wie hoch ist das konkrete Abflussvolumen?
Laut den von Bloomberg zusammengestellten Daten haben Anleger während der Mittelabflüsse in 12 aufeinanderfolgenden Handelstagen rund 4 Milliarden US-Dollar aus den in den USA notierten Bitcoin-ETFs abgezogen; dies stellt einen historischen Rekord für durchgehende Abflüsse dar. Coinglass-Daten zeigen zudem, dass bis zum 4. Juni in den 24 Stunden zuvor etwa 1,5 Milliarden US-Dollar an Long-Positionen in Krypto-Perpetual-Futures liquidiert wurden.
Ist die Divergenz zwischen Bitcoin und Nasdaq erst in jüngster Zeit begonnen?
Auf Basis der in dem Bericht genannten Bloomberg-Daten stiegen die Nasdaq-Werte in den vergangenen 12 Monaten um 42%, während Bitcoin um 37% fiel; diese Divergenz hat sich seit dem Marktcrash im Oktober 2025 deutlich und zunehmend verstärkt, und die Korrelation zwischen Bitcoin und Technologiewerten war zuvor bereits spürbar zurückgegangen.