Bitcoin fiel zum ersten Mal seit über einem Monat unter $75.000 und erreichte in den frühen Stunden von Samstag ein Tief von $74,344, bevor es anschließend wieder anstieg. Die Kryptowährung wird derzeit rund um $75.500 gehandelt, was einem Rückgang von 1,8% in den vergangenen 24 Stunden und 2,7% über die vergangene Woche entspricht. Bitcoin hatte zuletzt noch vor einer Woche die Marke von $80.000 überschritten, bevor in den darauffolgenden Tagen ein breiterer Rückgang am Kryptomarkt einsetzte. Die Liquidation von Krypto-Futures-Positionen beschleunigte sich während des nächtlichen Abstiegs von Bitcoin unter $75.000, wobei Branchendaten erhebliche Verluste in der gesamten Branche zeigten. Bitcoin-ETFs verzeichneten in dem Zeitraum starke Mittelabflüsse und verloren über eine sechstägige Serie hinweg mehr als $1,25 Milliarden an Investments, wie Daten von Farside Investors zeigen.
Marktpreis-Überblick
Auch andere große Kryptowährungen verzeichnen ähnliche Rückgänge. Ethereum fiel in der letzten Woche 2,7% auf einen zuletzt gesehenen Preis von $2,059, während Solana um über 3% auf $84 nachgab.
Liquidations-Details
Der nächtliche Rückfall von Bitcoin unter die Marke von $75.000 löste eine Welle von Liquidationen in den Märkten für Krypto-Futures aus. CoinGlass-Daten zeigen, dass in den vergangenen 24 Stunden Liquidationen im Wert von $917 Millionen stattgefunden haben. Bitcoin machte davon $371 Millionen aus, während Ethereum etwa $261 Millionen beisteuerte. Long-Positionen – Wetten darauf, dass der Preis eines Assets steigt – dominierten die Liquidationen, wobei für Long-Positionen Schließungen im Wert von $827 Millionen erfasst wurden.
ETF-Abflüsse und institutionelle Übertragung
Obwohl kein unmittelbar erkennbarer Auslöser für den jüngsten Rückgang von Bitcoin identifiziert wurde, fiel der Kursrutsch zeitlich mit signifikanten ETF-Abflüssen zusammen. Steigende Renditen US-Staatsanleihen könnten laut einem Branchen-Manager zum Abfluss institutionellen Kapitals aus Bitcoin-ETFs beigetragen haben.
Yellow-Capital-CEO Diego Martin erläuterte den Übertragungsmechanismus: „Geopolitische Schocks treffen Kryptos nicht mehr direkt so, wie sie es früher taten. Sie treffen die Renditen von US-Staatsanleihen, die wiederum die Risikobereitschaft treffen, die dann die ETF-Zuflüsse treffen, die dann Bitcoin treffen. Die Übertragung ist heute stärker institutionell.“