Bitcoin testete am Dienstag ein Zwei-Wochen-Tief nahe 62.000 US-Dollar (89.280 AU-Dollar) und fiel im Tagesverlauf um etwa 4%, nachdem ein scharfer Abverkauf bei Technologiewerten risikofreudige Anlagen nach unten gezogen hatte. Der Rückgang folgte auf eine Kursänderung in der Federal-Reserve-Politik unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh: Sein kürzeres Politikstatement strich die Forward Guidance und veranlasste Händler dazu, strengere geldpolitische Bedingungen einzupreisen. Das Ereignis zeigte, wie eng Krypto inzwischen mit dem Gesamtmarkt synchron läuft: Digitale Assets bewegten sich im Gleichschritt mit dem Nasdaq, als ein einziges Makrosignal das Risiko über alle Anlageklassen hinweg neu bepreiste.
Altcoins und Tech-Aktien weiten Verluste aus
Der Rückgang ging in den übrigen Teilen des Kryptomarkts noch weiter. Ethereum (ETH), XRP und Solana (SOL) fielen jeweils um mindestens 5% und übertrafen damit den Rückgang von Bitcoin, während der Nasdaq in Richtung eines Ein-Wochen-Tiefs rutschte.
Halbleiteraktien führten das Börsenbeben an: Nvidia fiel um 3% und Alphabet um 1,2%, während Intel, Marvell und Advanced Micro Devices zwischen 6,2% und 8,7% nachgaben. Die Speicherchip-Anbieter Micron und SanDisk, die zu den besten Performern des Jahres zählten, brachen um 12% bzw. 13% ein. Anleger richteten zudem ihren Blick auf die steigenden, durch Schulden finanzierten Kosten des KI-Ausbaus, was den Druck auf die Technologiewerte erhöhte, die die Märkte in diesem Jahr angeführt haben.
Federal-Reserve-Politikwechsel setzt Markterwartungen neu
Der Auslöser war eine Änderung der Federal-Reserve-Politik unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh: Sein kürzeres Politikstatement strich die Forward Guidance und hielt den Fokus auf Inflation. Nachdem die Entlastungs-Bias verschwunden war, stellten Händler auf strengere Bedingungen um und rechneten mit einer Zinserhöhung auf etwa 3,75% bis 4% im Juli.
Bank of America prognostizierte drei Zinsschritte in diesem Jahr und erwartet damit zum Jahresende 4,25% bis 4,5%. Marktdaten zeigten, dass Anleger nun eher eine zweite Anhebung bis Dezember einpreisen, im Gegensatz zu der Erwartung von zuvor lediglich einem Schritt, der noch vor zwei Wochen im Raum stand.
Höhere Zinsen belasten spekulative Assets, und die Reaktion griff ohne große Verzögerung von Aktien auf Krypto über. „Wir sehen einen gewissen Abverkauf bei KI. Krypto reagiert auf diese Risk-off-Stimmung“, sagte Carlos Guzman, Analyst bei GSR.
FAQ
Was ließ Bitcoin am Dienstag unter 62.000 US-Dollar fallen?
Bitcoin testete am Dienstag ein Zwei-Wochen-Tief nahe 62.000 US-Dollar und fiel im Tagesverlauf um etwa 4%, nachdem ein scharfer Abverkauf bei Technologiewerten risikofreudige Anlagen nach unten gezogen hatte. Der Rückgang folgte auf eine Kursänderung in der Federal-Reserve-Politik unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh: Sein kürzeres Politikstatement strich die Forward Guidance und veranlasste Händler dazu, strengere geldpolitische Bedingungen einzupreisen.
Wie entwickelten sich andere Kryptowährungen während des Abverkaufs?
Ethereum (ETH), XRP und Solana (SOL) fielen jeweils um mindestens 5% und übertrafen damit den Rückgang von Bitcoin von 4%. Der breitere Kryptomarkt bewegte sich im Gleichschritt mit Technologiewerten, insbesondere mit den Halbleiteraktien, die am Dienstag die Verluste an der Börse anführten.
Was prognostizierte Bank of America für Zinserhöhungen der Federal Reserve?
Bank of America prognostizierte drei Zinserhöhungen in diesem Jahr und erwartet damit zum Jahresende 4,25% bis 4,5%. Marktdaten zeigten, dass Anleger nun eher eine zweite Anhebung bis Dezember einpreisen, im Gegensatz zu der Erwartung von zuvor lediglich einem Schritt, der noch vor zwei Wochen im Raum stand, nachdem Händler nach dem Politikstatement des neuen Fed-Vorsitzenden strengere Bedingungen eingepreist hatten.