Bitcoin-Mining-Aktien steigen stark, da die Nachfrage nach KI-Infrastruktur wächst

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Eröffnung

Die Bitcoin-Mining-Unternehmen TeraWulf (WULF), Hut 8 (HUT), IREN (IREN) und Riot Platforms (RIOT) verzeichneten am 26. Mai deutliche Kursanstiege. TeraWulf sprang um 17%, nachdem das Unternehmen die Übernahme eines neuen Rechenzentrums-Standorts in Kentucky angekündigt hatte, während Hut 8, IREN und Riot Platforms ihren Handel alle mit einem Plus von mehr als 5% beendeten. Der Kursanstieg kam zustande, als sich Anleger auf die Möglichkeit konzentrierten, dass Krypto-Miner von der Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz profitieren könnten. Dabei wird die bereits vorhandene große Energiebasis der Miner zunehmend wertvoll. Die Bewegung fand vor dem Hintergrund einer allgemeinen Marktstärke statt: Der S&P 500 erreichte am selben Tag ein neues Allzeithoch über 7.500, angetrieben vor allem von anhaltendem Schwung bei Technologiewerten und Halbleiter-Aktien. Der Philadelphia Semiconductor Index, der wichtige US-Chiphersteller abbildet, stieg am 26. Mai um 5,6% und liegt mittlerweile bei knapp 77% Plus im Jahr. Dieser Schwung überträgt sich nun auch auf Bitcoin-Mining-Aktien, da Anleger verstärkt auf einen entscheidenden Vorteil fokussieren, den Miner bereits besitzen: massive Energieinfrastruktur.

Bitcoin-Miner kontrollieren erhebliche Strominfrastruktur

Laut einer Studie von Bernstein kontrollieren 11 börsennotierte Bitcoin-Miner zusammen rund 27 Gigawatt an bestehender und geplanter Stromleistung. Analysten gehen davon aus, dass der Zugang zu verlässlichem Strom zu einem der größten Engpässe beim Ausbau der künstlichen-Intelligenz-Infrastruktur weltweit wird. Im Gegensatz zu vielen KI-Startups und Cloud-Anbietern betreiben Bitcoin-Miner bereits großskalige Anlagen mit erheblichem Energietzugang und industriellen Kühlsystemen.

Bernstein hob IREN als eines der deutlichsten Beispiele für diesen Wandel hervor und stellte fest, das Unternehmen habe sich kontinuierlich über das reine Bitcoin-Mining hinaus erweitert – hin zu stärker KI-fokussierten Infrastruktur-Dienstleistungen. Analysten verwiesen außerdem auf die Vereinbarung von IREN mit Microsoft und schätzten, dass das Cloud-KI-Geschäft des Unternehmens langfristig etwa 3,7 Milliarden US-Dollar an jährlichen Umsätzen generieren könnte.

Technische Herausforderungen bei der Umwandlung von Infrastruktur

Core Scientific bietet eines der bekannten Beispiele für den Wandel in der Branche. Das Unternehmen war einst der größte Bitcoin-Miner in Nordamerika, reichte jedoch während des Krypto-Crashs 2022 Insolvenz ein, bevor es sich später durch mehr Milliarden US-Dollar schwere Vereinbarungen mit CoreWeave als Anbieter von KI-Infrastruktur neu positionierte.

Bitcoin-Mining-Anlagen wurden ursprünglich für ASIC-Maschinen entwickelt, die speziell für das Krypto-Mining optimiert sind. KI-Workloads basieren hingegen auf GPU-Clustern, die andere Kühlsysteme, eine andere Netzwerkinfrastruktur und eine deutlich höhere Leistungsdichte erfordern. Laut Schätzungen aus der Branche kann die Umstellung bestehender Mining-Anlagen auf KI-fähige Infrastruktur zwischen sechs und zwölf Monaten dauern, zusätzlich sind erhebliche Kapitalinvestitionen erforderlich.

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