Der Analyst Alex Thorn der Investmentgesellschaft Galaxy stellt fest, dass die Performance von Bitcoin (BTC) in diesem Halbierungszyklus im Vergleich zu den vergangenen drei Zyklen deutlich schlechter ausfällt. Während die Marktschwankungen sinken und die Zulassung der US-Spot-ETFs die bisherige Kapitaldynamik verändert hat, scheint der Markt möglicherweise bereits in eine völlig neue Normalität übergegangen zu sein.
Der vierte Bitcoin-Halbierungszyklus verzeichnet einen weitaus geringeren Anstieg als die historischen Rekorde
Die Analyse des globalen Forschungsleiters Alex Thorn von Galaxy zeigt, dass der Kursverlauf seit der Bitcoin-Halbierung im April 2024 im Vergleich zu den durch 2012, 2016 und 2020 ausgelösten Zyklen derzeit eine deutlich geringere Volatilität und ein kleineres Aufwärtspotenzial aufweist. Bitcoin erreichte am 5. Oktober 2025 mit einem Durchbruch über 125,000 US-Dollar ein neues Allzeithoch, doch verglichen mit dem Preis von etwa 63,000 US-Dollar während der Halbierung 2024 beträgt der Anstieg nur 97%.
cycle 4 dramatically underperforming prior cycles
is this the new normal? or is it the new normal (until it isn’t)? pic.twitter.com/Y26fWAz24u
— Alex Thorn (@intangiblecoins) April 19, 2026
Mit Blick auf historische Daten explodierte Bitcoin im Halbierungszyklus 2012 um etwa 9,294% und erreichte ein Hoch von 1,163 US-Dollar; im Zyklus 2016 stieg es um etwa 2,950% und das Hoch lag bei 19,891 US-Dollar; und nach der Halbierung im Jahr 2020 kam es zu einem Anstieg von rund 761%.
Die Volatilität der Preise zieht sich stark zurück, Bitcoin-Markt betritt „neue Normalität“?
Zu diesem Phänomen erklärte Thorn: „Die Performance des vierten Zyklus bleibt deutlich hinter der der vorherigen Zyklen zurück.“ Er stellte zudem die Frage, ob das die neue Normalität des Marktes sei oder lediglich ein vorübergehendes Ereignis. Die sich in den bisherigen Bitcoin-Halbierungszyklen fortlaufend verringernde Volatilität deutet darauf hin, dass sich die traditionelle Marktdynamik längst verändert hat. Der Vierjahreszyklus könnte vielleicht nicht mehr so ablaufen wie früher.
(Arthur Hayes spricht über den Unsinn des Bitcoin-Vierjahreszyklus: Schnellere Geldmengenausweitung in den USA und China krönt BTC zum König der Anlagemünzen)
US-Spot-ETFs treiben den Bullenmarkt vorzeitig an und drehen den traditionellen Bitcoin-Vierjahreszyklus um
Dennoch vertreten einige Marktteilnehmer eine andere Sicht auf diese Analyse. Kritiker weisen darauf hin, dass eine reine Bewertung der Performance nach der Halbierung die besonderen Umstände außer Acht lässt, die bereits vor der Halbierung 2024 zu einem vorzeitigen Allzeithoch geführt hatten. Bitcoin durchbrach bereits im März 2024 – also im Monat vor der April-Halbierung – die Marke von 70,000 US-Dollar und erreichte damals ein Allzeithoch.
Der wichtigste Katalysator für diesen Kursanstieg war die offizielle Genehmigung der US-Spot-ETFs für Bitcoin im Januar 2024. Marktteilnehmer sind der Ansicht, dass dieses historische, regelwidrige Phänomen, bei dem Bitcoin bereits vor der Halbierung ein Allzeithoch erreicht hatte, tatsächlich zu Verzerrungen in den Preisleistungsdaten des aktuellen Zyklus geführt hat.
Investmentbank sieht Bitcoin 2026 bei bis zu 150,000 US-Dollar
Neben dem kleineren Anstieg hat sich auch der Rückgang von Bitcoin deutlich abgeflacht. Laut einer Studie von Fidelity Digital Assets zeigen, dass mit sinkender Volatilität die Rücksetzer des Bitcoin-Preises ebenfalls gedämpfter ausfallen. Der Studienanalyst Zack Wainwright erklärte, dass die Einbrüche, die Bitcoin in Bärenmärkten bislang verzeichnete, typischerweise zwischen 80% und 90% lagen.
Allerdings ist Bitcoin in letzter Zeit von dem historischen Hoch von über 125,000 US-Dollar auf 60,000 US-Dollar gefallen, wobei der Rückgang nur knapp über 50% liegt. Man geht davon aus, dass sich der Preis ab 2026 schrittweise wieder erholen wird. Derzeit schwankt BTC von seinem Hoch vom letzten Freitag bei 78K auf etwa 74K. Die Investmentbank Bernstein berichtet, der aktuelle Rücksetzer von Bitcoin sei kein strukturelles Problem, sondern resultiere aus Schwankungen beim Marktvertrauen. Außerdem heißt es, dass der Bitcoin-Preis Ende 2026 bei bis zu 150,000 US-Dollar liegen werde.
(JPMorgan bringt strukturierte Bitcoin-Noten auf den Markt: Kombination des Vierjahreszyklus, Wette auf den Bullenmarkt 2028)
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