Samsung Electronics stand jüngst wegen eines gescheiterten Verhandlungsstreits zwischen Unternehmen und Gewerkschaft vor dem Aus. Die Gewerkschaft drohte, am Donnerstag eine landesweite, insgesamt bis zu 50.000 Menschen umfassende 18-tägige Generalstreikaktion zu starten. Da Samsung- Speicherchips ein Viertel des südkoreanischen Exports ausmachen, griff die südkoreanische Regierung eilig zur Schlichtung ein. Das Gericht entschied am 18.05., dem Antrag von Samsung Electronics auf eine einstweilige Verfügung gegen den von der Gewerkschaft als illegal eingestuften Streik stattzugeben, und verhängte gegen die Gewerkschaft hohe Strafzahlungen. Seit der Bekanntgabe des Urteils stieg der Aktienkurs von Samsung in der frühen Handelsphase zeitweise um etwa 6,7%.
(Keine Einigung bei der Gewinnbeteiligung zwischen Unternehmen und Arbeitern! Samsung-Gewerkschaft bereitet Großstreik vor, JPMorgan: Umsatz könnte 4 Billionen Won verschwinden.)
Arbeitgeber und Gewerkschaft kommen bei der Leistungsbonus-Regelung zu keiner Einigung
Laut einem Bericht von Bloomberg liegt der Kern der Auseinandersetzung zwischen Unternehmen und Gewerkschaft in der Regelung für Leistungsprämien. Die Gewerkschaft ist hartnäckig und fordert, die derzeitige Obergrenze der Leistungsprämien von „50 % des Jahresgehalts“ abzuschaffen. Zudem fordert sie, „15 % des operativen Gewinns als Finanzierungsquelle für Leistungsprämien“ offiziell in den Wortlaut der Tarifvereinbarung aufzunehmen.
Die Arbeitgeberseite erklärt, dass man bereit sei, bei Erreichen eines Ziels, das als „Spitzenposition in der Branche“ gilt, die maximalen Gehälter über dem Niveau der Wettbewerber auszuzahlen. In der Frage „Abschaffung der Obergrenze für Leistungsprämien“ gehe man jedoch keinen Schritt zurück, wodurch die vorherige erste Runde der Regierungs-Schlichtung im Streit gescheitert sei.
Südkoreanisches Gericht veröffentlicht einstweilige Verfügung! Streik darf Produktion nicht beeinträchtigen
Unter dem eiligen Eingreifen der südkoreanischen Regierung gab das Gericht dem Ersuchen von Samsung Electronics statt, gegen die Gewerkschaft eine einstweilige Verfügung gegen die Streikaktion zu erlassen. Zudem ordnete das Gericht ausdrücklich an, dass die Streikmaßnahmen nicht dazu führen dürften, dass Produktionsrohstoffe beschädigt werden, und dass Produktion sowie Ausbeute auf dem gleichen Niveau wie in der Vergangenheit gehalten werden müssen. Bei einem Verstoß drohen der Gewerkschaft täglich 1.000.000.000 Won (ca. 72.000 US-Dollar) an Strafen. Gewerkschaftsführer persönlich drohen zudem täglich 10.000.000 Won an Geldbußen. Samsung Electronics und die Gewerkschaft äußerten sich bislang nicht zu diesem Urteil. Der Aktienkurs von Samsung stieg heute in der frühen Handelsphase zeitweise um etwa 6,7%, beflügelt durch die Nachricht.
Südkoreanischer Präsident Yoon Jae-in: Die Unternehmensführung sollte respektiert werden
Südkoreanische Regierungsvertreter warnen, dass ein Streik erhebliche Risiken für das Wirtschaftswachstum, den Export und die Finanzmärkte mit sich bringen könnte. Auch Präsident Yoon Jae-in schrieb heute auf X, dass die Unternehmensführung ebenfalls in gleichem Maße wie die Rechte der Arbeitnehmer respektiert werden sollte, und forderte dazu auf, dass beide Seiten auf einer rationalen Basis nach einem Konsens suchen. Angesichts des Eingreifens der Regierung: Kann diese arbeitsrechtliche Bewegung, die die wirtschaftliche Lebensader des Landes gefährdet, fortgesetzt werden, ohne das Gerichtsurteil zu missachten? Weltweite Investoren beobachten das Geschehen genau.
Der Artikel „Samsung-Streik: Gerichtsentscheidung liegt vor! Gewerkschaft darf die Kapazität nicht beeinträchtigen, andernfalls 100 Millionen Won Strafe pro Tag“ erschien zuerst auf „鏈新聞 ABMedia“.