
Laut einem Bericht von Bloomberg vom 22. April hat die an der Börse in Hongkong notierte Wealth-Management-Gesellschaft Bitfire Group Holdings etwa ein 20-köpfiges Handelsteam und dessen Handelssystem von der Family-Office-Gesellschaft Avenir Group übernommen, die dem Gründer der Huobi-Gruppe, Li Lin, gehört. Bitfire-CEO Livio Weng bestätigte den Deal gegenüber Bloomberg und sagte, dass das Unternehmen nach der Integration einen anfänglichen Investitionswillen von rund 500 Millionen US-Dollar erhalten habe.
Transaktionsstruktur: Avenir fokussiert auf Eigenmittel, Bitfire übernimmt das externe Vermögensmanagement
Der Kern dieser Transaktion ist eine klare Neuausrichtung der Aufgabenverteilung im Geschäftsbereich. Avenir-Strategieinvestitionen und Co-Management-Partner Jacob Zhong sagte, dass die Übernahme das Investitionsteam von Avenir mit den Produkt- und Servicefähigkeiten von Bitfire zusammenführen werde, um die Entwicklung von Bitfire zu beschleunigen. Livio Weng ergänzte: „Mit diesem Deal kann Avenir sich darauf konzentrieren, seine eigenen Mittel zu verwalten, während Bitfire das externe Vermögensmanagement übernimmt.“
Das übernommene Team umfasst Fachleute aus Bereichen wie Investment Research, Handel und Risikokontrolle. Die Kernstrategie konzentriert sich auf „AlphaBTC“ – die Erzielung von Mehrerträgen über ein bloßes Bitcoin-Halten hinaus durch die Nutzung von Bitcoin-Optionskontrakten. Ziel ist es, institutionelle Investoren und vermögende Privatpersonen anzusprechen, die darüber nachdenken, ihre Allokation in Krypto-Assets zu erhöhen.
Avenir Group: Hintergrund der Identität als größter institutioneller Bitcoin-Inhaber in Asien
Avenir Group wurde 2023 als Family Office gegründet, nachdem Li Lin im Jahr 2022 seinen Mehrheitsanteil an Huobi verkauft hatte. Stand 31. Dezember 2025 hält Avenir mehr als 900 Millionen US-Dollar an Bitcoin-ETFs und bezeichnet sich selbst als den größten institutionellen Bitcoin-Inhaber in Asien. Huobi wurde von Li Lin im Jahr 2013 gemeinsam gegründet (damals war er ein Oracle-Ingenieur) und gehörte zu den aktivsten Bitcoin-Börsen der Welt.
Bitfire Private-Banking-Geschäft: 300 Kunden, Ethereum-Strategien sollen weiter ausgebaut werden
Bitfire hat im vergangenen August sein Private-Banking-Geschäft gestartet. Mittlerweile hat es etwa 300 Kunden gewonnen, darunter Family Offices, börsennotierte Unternehmen und vermögende Privatpersonen. Das Unternehmen plant, die Handelsstrategien für Ethereum und Stablecoins später in diesem Jahr auszuweiten. Livio Weng geht davon aus, dass die verwalteten Vermögenswerte (AUM) im Private-Banking-Geschäft innerhalb von zwei Jahren die Marke von 1 Milliarde US-Dollar überschreiten werden.
Häufige Fragen
Was ist Bitfire für eine Firma und welche Rolle spielt Li Lin darin?
Bitfire Group Holdings (an der Börse in Hongkong notiert, früher als Sinohope bekannt) ist ein Vermögensverwaltungsunternehmen in Hongkong, das Private-Banking- und Asset-Management-Dienstleistungen im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten anbietet. Li Lin ist der größte Aktionär von Bitfire (Anteil 30 %) und gleichzeitig der Gründer der Avenir Group. Dass das Avenir-Handelsteam in Bitfire integriert wird, ist eine wichtige strategische Maßnahme für Li Lin, um die Kommerzialisierung seines Vermögensverwaltungsbereichs zu beschleunigen.
Welche Kernanlage-Strategie wird das übernommene Handelsteam anwenden?
Die Kernstrategie heißt „AlphaBTC“, also die Erzielung von Mehrerträgen über ein bloßes Bitcoin-Halten hinaus durch die Nutzung von Bitcoin-Optionskontrakten. Diese Strategie richtet sich hauptsächlich an institutionelle Investoren und vermögende Privatpersonen und zielt darauf ab, ihnen riskoadjustierte Renditen zu bieten, die attraktiver sind als die eines passiven Bitcoin-Holdings.
Wie weit ist das Private-Banking-Geschäft von Bitfire derzeit entwickelt?
Seit dem Start im vergangenen August hat Bitfire im Private-Banking-Geschäft rund 300 Kunden aufgebaut (darunter Family Offices, börsennotierte Unternehmen und vermögende Privatpersonen) und nach dem Beitritt des neuen Handelsteams einen anfänglichen Investitionswillen von etwa 500 Millionen US-Dollar erhalten. CEO Livio Weng erwartet, dass das AUM innerhalb von zwei Jahren 1 Milliarde US-Dollar überschreitet.