Chef braucht nicht mehr ins Büro zu kommen! Meta baut auf Anweisung von Zuckerberg digitale Doppelgänger, bei Anliegen direkt die KI fragen

Meta gibt bekannt, dass es an der Entwicklung eines KI-Duplikats arbeiten soll, das auf (Mark Zuckerberg), seinem CEO, basiert, trainiert mit Modellen für Bild-, Ton- und strategisches Denken. Ziel ist es, die Verbindung zwischen Mitarbeitern und Management zu stärken; zugleich zeigt es die weitreichenden Ambitionen dieses Technologieriesen, sich vollständig dem KI-Zeitalter zu verschreiben.

KI mit Zuckerberg an Bord: Vom virtuellen Avatar im Metaversum bis zum täuschend echten digitalen Double

Laut einem Bericht der Financial Times, der sich auf Insider beruft, wird das KI-digitale Double von Meta-CEO Zuckerberg heimlich entwickelt und soll für die rund 80.000 Mitarbeitenden des Unternehmens verfügbar sein. Diese realistische 3D-Figur basiert auf den Bildern und der Stimme von Zuckerberg und fügt gleichzeitig seinen Tonfall, seine Gestik, seine öffentlichen Statements sowie die neuesten Gedanken zu der Strategie des Unternehmens hinzu. Das Ziel ist, dass Mitarbeiter und Vorgesetzte eine engere Verbindung zueinander aufbauen.

Zuckerberg selbst hat den Trainings- und Testprozess dieses KI-Systems persönlich mit begleitet und investiert jede Woche fünf bis zehn Stunden in verschiedene KI-Projekte.

Das ist nicht das erste Mal, dass Zuckerberg versucht, sein eigenes digitales Double zu bauen: Im Jahr 2022 hatte er in seinem Metaversum, in das er besonders stark investiert hatte, öffentlich einen eigenen virtuellen Avatar vorgestellt, der jedoch aufgrund mangelhafter Qualität von außen verspottet wurde. Heute hat Meta die Entwicklung im Metaversum deutlich zurückgefahren und fokussiert sich stattdessen auf KI-generierte Rollen, die sich wie mit echten Menschen unterhalten lassen.

(Metaversum, Traum vorbei? Meta reduziert Teams für Virtual Reality, die Aktie steigt um mehr als 3%)

CEO-Agenten und KI-Avatare laufen parallel, das Organisationsmanagement wird KI-geführt

Bemerkenswert ist, dass das nun offenbarte KI-Duplikat-Programm sich von einem anderen internen Tool unterscheidet, das Meta vor ein paar Wochen ebenfalls vorgestellt hatte: „CEO Agent (CEO Agent)“.

„CEO Agent“ ist ein personalisiertes KI-System, das vor allem dabei hilft, dass Zuckerberg schneller an interne Informationen im Unternehmen kommt, und es handelt sich dabei um ein Hilfsmittel für Entscheidungen; das KI-Duplikat hingegen richtet sich an die Mitarbeitenden und kann anstelle von Zuckerberg bidirektionale Interaktionen mit den Angestellten durchführen, um die Beziehung zu festigen.

(Baust Zuckerberg einen KI-Agenten als CEO? Meta treibt den Wandel hin zu einem KI-gestützten Unternehmensführungs- und Betriebsmodell)

Die parallele Umsetzung beider Systeme zeigt Zuckerbergs klares Vorhaben, KI fest in die Unternehmensführung zu verankern. Anfang dieses Jahres erklärte er öffentlich: „Wir stärken den Status individueller Beitragender und machen die Teamstruktur flacher.“ Meta will durch KI die Organisationsstruktur straffen, Kosten senken und den Arbeitsrhythmus beschleunigen, um im Wettbewerb mit Technologieriesen wie Google einen Vorsprung zu halten.

Blick auf das Ziel Superintelligenz: Meta beschleunigt den Ausbau

Das KI-Duplikat-Programm von Zuckerberg ist nur ein kleiner Teil von Metras großer Gesamtstrategie, die vollständig auf KI setzt. Meta treibt derzeit ein umfangreiches KI-Investitionsprogramm voran; das ultimative Ziel ist die Entwicklung von „Superintelligenz (superintelligence)“.

Das letzte Woche veröffentlichte neue Modell Muse Spark behauptet noch dazu, es könne aus Fotos die Nährstoffmenge bzw. Kalorien eines Gerichts abschätzen und sogar den Aktivitätsstatus der Muskelgruppen beim Sport bewerten. Außerdem soll es nach und nach in Plattformen wie Instagram und weitere hauseigene Dienste integriert werden; in den Bereichen Sprach- und visuelles Verständnis habe es besonders gute Ergebnisse erzielt.

(Meta bringt Muse Spark heraus: vernetzt die Social-Media-Ökosysteme und wird zum eigenen KI-Health- und Shopping-Assistenten)

In der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells ist Meta überzeugt, dass Zuckerberg die KI-Duplikat-Experimente in Zukunft auf weltweit Millionen von Influencern und Kreativen übertragen und ihnen neue Tools geben kann, um ihre digitale Präsenz zu stärken. Ob das Vorhaben wirklich die Distanz zwischen Führungskräften und Mitarbeitern sowie zwischen Kreativen und Fans verringert—oder nur ein weiteres Technikexperiment ist—muss der Markt erst noch bestätigen.

Der Artikel „Der Chef muss nicht mehr ins Büro kommen! Meta baut ein digitales Zuckerberg-Double, bei Problemen direkt die KI fragen“ erschien zuerst in Chan News ABMedia.

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