Die Kenya’s Credit Bank hat eine Partnerschaft mit Anzens geschlossen, um den USDA-Stablecoin zu pilotieren und sich damit möglicherweise als erste lizenzierte Geschäftsbank in einem Schwellenland zu positionieren, die einen Stablecoin direkt prägt und verteilt.
Wichtige Erkenntnisse:
Die kenianische Geschäftsbank Credit Bank PLC ist eine explorative Partnerschaft mit Anzens eingegangen, dem Emittenten des USDA-dollar-gestützten Stablecoins, um zu testen, wie eine regulierte Blockchain-Infrastruktur in das Bankensystem des Landes integriert werden könnte. Die Initiative, die von fortlaufenden Gesprächen mit der Central Bank of Kenya (CBK) abhängt, könnte dazu führen, dass Credit Bank zu den ersten lizenzierten Geschäftsbanken in einem Schwellenmarkt zählt, die einen Stablecoin direkt über ihre Dienstleistungen emittieren, einlösen und verteilen.
Im vorgeschlagenen Modell könnten Kunden von Credit Bank Fiatwährung in USDA umwandeln und wieder zurück, wobei internationale Zahlungen mit einer pauschalen Gebühr von 1,5% abgewickelt werden. Die Transaktionen würden innerhalb von Minuten freigegeben, mit einer automatischen Umwandlung in die lokale Währung am Zielort. Credit Bank würde als Verwahrer sowohl kenianische Shilling als auch U.S.-Dollar fungieren, um die Einhaltung sicherzustellen und Nutzer gleichzeitig vor den Komplexitäten der Blockchain-Technologie zu schützen.
Anzens CEO Shantnoo Saxsena hob das Potenzial hervor: „Ein Unternehmen in Nairobi, das mit Lieferanten in Mumbai oder Dubai handelt, sollte nicht 8% Gebühren zahlen und eine Woche warten müssen, bis die Zahlung geklärt ist. Mit Credit Bank wird genau diese Transaktion in Minuten zu 1,5% abgewickelt. Genau das soll Infrastruktur leisten.“
Die grenzüberschreitenden Zahlungsströme Kenias wachsen rasch. Diaspora-Überweisungen erreichten 2024 mit $5 Milliarden einen Rekord und überholten Tee und Horticulture als wichtigste Devisen-Einnahmequellen. Dennoch bleiben SWIFT-basierte Korrespondenzbankgeschäfte langsam und teuer, oft unter Einbindung mehrerer Zwischenstellen und mit Abwicklungsverzögerungen von bis zu fünf Tagen. Die Weltbank schätzt die durchschnittlichen Kosten von Überweisungen auf 6,45%, die sich über weite Teile Subsahara-Afrikas auf nahezu 8% erhöhen.
Diese Ineffizienz hat bereits zur Übernahme von Alternativen geführt: In dem bis Juni 2024 reichenden Jahr wurden von Kenianern 3,3 Milliarden US-Dollar in Stablecoin-Transaktionen verarbeitet, während Stablecoins mittlerweile 43% der Krypto-Aktivität in ganz Afrika ausmachen. Allerdings sind regulierte Bankkanäle für die Umwandlung von Fiat zu Stablecoins weiterhin rar.
Credit Bank CEO Betty Korir sagte, die Partnerschaft spiegelte den Fokus der Bank auf Wettbewerbsfähigkeit wider. „ Stablecoins sind in diesem Zusammenhang keine spekulativen Vermögenswerte; sie sind Abwicklungsinfrastruktur“, so Korir. „Indem wir als Verwahrer für USDA auftreten, betten wir diese Fähigkeit in eine regulierte Bankenbeziehung ein – dort, wo sie hingehört.“
Die Zusammenarbeit erstreckt sich auch auf tokenisierte Vermögenswerte. Yeshara, das unter dem Sandbox-Programm der Kenya’s Capital Markets Authority arbeitet, arbeitet mit Anzens und Credit Bank daran, USDA als Zahlungsoption für tokenisierte Immobilien und Rohstoffe zu ermöglichen.
Anzens ist insofern einzigartig, als dass es sowohl einen regulierten Stablecoin als auch ein globales Zahlungsnetzwerk besitzt. USDA ist vollständig durch US-Dollar und Treasuries abgesichert, mit Verwahrung über Bitgo Trust. Sein Netzwerk umfasst 80 Länder und 41 Währungen und beschafft Liquidität über regulierte Institutionen. Das Unternehmen ist doppelt lizenziert in Litauen und Dubai, wobei die Compliance-Infrastruktur Know your customer (KYC), know your transaction (KYT) und institutionelle Verwahrung umfasst.
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