
Laut einem exklusiven Bericht von NBC News vom 4. Juni haben drei mit der Angelegenheit vertraute Personen mitgeteilt, dass die CIA in den USA mehrere ranghohe Beamte vom Dienst suspendiert hat. Grund seien Probleme bei der Bearbeitung der Finanzierungsanträge von David Rush sowie bei der ersten internen Benachrichtigung. Im vergangenen Monat hatte das FBI bei einer Durchsuchung von Rushs Wohnsitz etwa 303 Goldbarren, 2 Millionen US-Dollar Bargeld und mehr als 30 Luxusuhren gefunden.
FBI durchsucht: Bestätigte Funde
Die im Durchsuchungsbeschluss für Rushs Wohnsitz festgehaltenen Ergebnisse der FBI-Durchsuchung:
Goldbarren: etwa 303 Stück
Bargeld: 2 Millionen US-Dollar
Luxusuhren: mehr als 30 Stück
Einzelheiten zu den Vorwürfen gegen Rush und den CIA-Finanzierungsanträgen
Gerichtsdokumenten zufolge reichte Rush betrügerische Stundenzettel ein und gab dabei an, er sei Mitglied der Navy Reserve. Rush hatte bei der CIA einen Antrag gestellt und erhielt daraufhin große Mengen an Fremdwährungen und Goldbarren. Diese Verwendungen meldete er als „arbeitsbezogene Ausgaben“. Die CIA stellte im Zuge der Prüfung fest, dass sich der Großteil der Gelder nicht auffinden ließ, woraufhin sie eine interne Untersuchung einleitete und die Angelegenheit an das FBI übergab.
Drei mit der Angelegenheit vertraute Personen erläuterten, dass die CIA die betreffenden ranghohen Beamten suspendierte, weil sie Probleme bei der Bearbeitung der Finanzierungsanträge von Rush oder der ersten internen Benachrichtigungen hatten. Diese hätten darauf hingedeutet, dass die Anträge möglicherweise nicht arbeitsbezogen waren. Wie viele konkrete Beamte betroffen waren und wie lange die Suspendierungen dauern, ist derzeit unklar.
Das Pentagon dementiert eine besondere Beziehung zwischen Rush und dem stellvertretenden Minister Feinberg
Nach Angaben von vier Personen, die mit den Umständen vertraut sind, fungierte Rush zuletzt als Verbindungsmann des Verteidigungsministeriums für ein sensibles Projekt im Bereich nuklearer U-Boote. Dass er diese Position erhalten habe, soll mit dem stellvertretenden Verteidigungsminister Steve Feinberg zusammenhängen. Feinberg ist der Gründer der Private-Equity-Firma Cerberus Capital Management.
Der Chefermittlersprecher des Pentagons, Sean Parnell, erklärte, die Behauptung, Rush habe eine „eng verbundene Beziehung in irgendeiner Form“ zu Feinberg, sei „vollständig falsch“. Außerdem sagte er, Feinberg habe Rush „in irgendeiner Phase seiner beruflichen Laufbahn weder unterstützt noch ihn für irgendeine Position unterstützt oder befürwortet“. Feinberg wird nicht mit einem Fehlverhalten in Verbindung gebracht. Am 3. Juni 2026 (Mittwoch) hielten CIA- und andere Bundesbehörden eine Briefing-Sitzung für Gesetzgeber zum Rush-Fall ab.
Häufige Fragen
Welche konkreten Vorwürfe werden David Rush gemacht?
Laut Gerichtsdokumenten wird Rush vorgeworfen, falsche Angaben zu seinem beruflichen Werdegang und seiner Ausbildung gemacht zu haben, sowie betrügerische Stundenzettel eingereicht zu haben (indem er angab, er sei Mitglied der Navy Reserve). Er beantragte große Mengen an Fremdwährungen und Goldbarren für „arbeitsbezogene Ausgaben“, doch bei der Prüfung durch die CIA konnte ein Großteil der Gelder nicht nachvollzogen werden. Rush hat zu den in den Gerichtsunterlagen aufgeführten Vorwürfen noch kein Geständnis oder keine Einlassung abgegeben.
Warum wurden CIA-Beamte suspendiert, statt direkt gegen Rush vorzugehen?
Drei mit der Angelegenheit vertraute Personen zufolge erfolgte die Suspendierung dieser Beamten durch die CIA, weil es Probleme bei der Bearbeitung der Finanzierungsanträge von Rush oder der ersten internen Benachrichtigungen gegeben habe. Diese Benachrichtigungen deuteten darauf hin, dass die betreffenden Anträge möglicherweise nicht arbeitsbezogen waren. Das bedeutet, dass die CIA davon ausging, dass es im Prozess der rechtzeitigen Identifizierung und Bearbeitung der Probleme rund um Rush Versäumnisse gab.
Ist die Herkunft der 303 Goldbarren, die bei Rush zu Hause gefunden wurden, bereits geklärt?
Derzeit erläutern die veröffentlichten Gerichtsunterlagen und der Bericht von NBC News nicht, welche Quelle die 303 Goldbarren bestätigt. Die Position der CIA lautet, dass der Großteil der beantragten großen Mengen an Fremdwährungen und Goldbarren nicht auffindbar gewesen sei. Das sei der direkte Grund gewesen, warum die Untersuchung eingeleitet und an das FBI übergeben wurde.