EZB steht vor einem politischen Dilemma und braucht Flexibilität statt klarer Forward Guidance am 10. Juni

Laut Edgar Völker von Metzler Asset Management steht die Europäische Zentralbank am 10. Juni vor einem schwierigen geldpolitischen Dilemma. Die Aufgabe der EZB besteht nicht darin, auf jeden Preisanstieg zu reagieren, sondern die Markterwartungen zu stabilisieren und die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass vorübergehende Schocks nicht dauerhaft monetisiert werden. Falls das Handeln nicht ausreicht, könnten die Märkte Inflationssorgen als lediglich einen temporären Energieschock abtun; bei einer Überreaktion droht dies, die ohnehin fragilen Wirtschaftsverhältnisse Europas zusätzlich zu belasten. Völker riet, die richtige Reaktion sei, eine glaubwürdige geldpolitische Flexibilität beizubehalten statt eine starke, vorwärtsgerichtete Kommunikation zu liefern.
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