EZB: Die Goldbestände globaler Zentralbanken erreichen 27% der offiziellen Reserven, plus 863 Tonnen im Jahr 2025

Laut einem Bericht der Europäischen Zentralbank, der Anfang Juni veröffentlicht wurde, erreichten die Goldbestände globaler Zentralbanken zum Jahresende 2025 27 % der gesamten offiziellen Reserven. Damit übertrafen sie die Bestände des US-Schatzamts um 5 Prozentpunkte und wurden zur größten einzelnen Anlageklasse in offiziellen Reserven weltweit. Zentralbanken haben seit 2022 in großem Umfang Gold gekauft: Die Nettokäufe lagen von 2022 bis 2024 jährlich bei über 1.000 Tonnen und 2025 bei 863 Tonnen, deutlich mehr als in den Vorjahren.

Trotz anhaltender Nachfrage der Zentralbanken haben die internationalen Goldpreise zuletzt nachgegeben. Analysten führen dies auf mehrere Faktoren zurück: einen aufgebauten Gewinnmitnahme-Druck nach aufeinanderfolgenden Kursrallyes in 2024 und 2025, kombiniert mit geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die die Energiepreise nach oben getrieben und die Inflationserwartungen erhöht haben. Dadurch rechnet der Markt mit möglichen Zinserhöhungen der Fed, was das Aufwärtspotenzial von Gold dämpft.

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