Reuters- und Bloomberg-Umfragen zufolge, die vom 23. bis 25. Juni durchgeführt wurden, rechnen über 75 % der Ökonomen damit, dass die Federal Reserve den Leitzins bis Jahresende bei 3,5 % bis 3,75 % belassen wird, während die Zinssenkungserwartungen aufgrund anhaltender Inflation und eines robusten Arbeitsmarktes rapide schwinden. Die Umfragen zeigen, dass Ökonomen den Zeitpunkt der ersten Zinssenkung der Fed auf Mitte 2027 verschoben haben, was den Konsens widerspiegelt, dass erhöhte Zinsen länger als bisher angenommen anhalten werden.
Reuters' Umfrage zeigt, dass nun 15 Ökonomen, darunter fünf Primärhändler, für dieses Jahr mindestens eine Zinserhöhung prognostizieren, was das erste Mal seit 2023 ist, dass Zinserhöhungserwartungen die Zinssenkungsprognosen (9 Ökonomen) übersteigen. Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh hat eine restriktivere Anti-Inflations-Haltung eingenommen, den Forward Guidance im geldpolitischen Ausblick der Fed vom Juni deutlich reduziert und das 2-Prozent-Inflationsziel als Priorität der Zentralbank betont, was eine Verlagerung hin zu einem langanhaltenden Hochzinsumfeld signalisiert.