Am 5. Juni 2026 zwischen 06:15 und 06:30 (UTC) fiel ETH innerhalb von 15 Minuten um 1,61 % rasant ab. Der Preis sank von 1676,99 USDT auf 1624,79 USDT, die Spanne lag bei 3,12 %. Zuvor war ETH bereits drei Wochen in Folge gefallen, mit einem kumulierten Rückgang von über 20 %. Dadurch hat sich im Markt eine große Menge an in den Markt gebundener Long-Positionen aufgestaut, die Verwundbarkeit ist deutlich gestiegen.
Die wichtigsten Treiber für diese Kursbewegung sind das konzentrierte Freisetzen von Verkaufsdruck, das aus dem anhaltenden Abwärtstrend entsteht, kombiniert mit dem Kaskadeneffekt durch Zwangsliquidationen bei gehebelt aufgebauten Positionen. Daten aus dem Terminmarkt zeigen: In den vergangenen 24 Stunden belief sich das Volumen der Long-Liquidationen auf 50,63 Millionen US-Dollar, während es bei den Short-Liquidationen nur 10,96 Millionen US-Dollar waren. Das Liquidationsverhältnis zwischen Long und Short kippte auf 4,6:1, was auf eine hohe Verwundbarkeit der Long-Positionen hindeutet. Wenn der Preis sich in der Nähe der 1.800 US-Dollar-Kernunterstützung bewegt, führt schon jeder zusätzliche Verkaufsdruck zu Zwangsliquidationen bei gehebelten Long-Positionen und erzeugt so einen Teufelskreis aus „Preisrückgang → Liquidationen → weiterer Rückgang“.
Zusätzlich verstärkte ein anhaltender Abfluss aus dem Spot-ETF den Mangel an Kaufnachfrage. Laut Daten verzeichneten ETH-Spot-ETFs innerhalb von sieben Tagen einen Nettoabfluss von 216 Millionen US-Dollar, und am 28. Mai betrug der Abfluss an einem Tag 121,4 Millionen US-Dollar, angeführt von einer bestimmten Institution. Anhaltende Abflüsse bedeuten: Im Spotmarkt ist die Kaufkraft erschöpft, um den Verkaufsdruck nicht wirksam abzufangen. Gleichzeitig löste Bitcoin am 2. Juni den Bruch der 70.000 US-Dollar-Kernunterstützung aus, was einen Kopplungseffekt mit sich brachte: Risikowerte standen insgesamt unter Druck, wodurch sich Leverage-Trader gezwungen sahen, ETH-Positionen zu reduzieren. On-Chain-Daten zeigen, dass „Wale“ im Mai netto 1,02 Millionen ETH aufgestockt haben. Allerdings gibt es zeitliche Verzögerungen zwischen langfristigem Aufstocken und kurzfristiger Kursentwicklung; das reicht nicht aus, um den Verkaufsdruck innerhalb des 15-Minuten-Fensters umzukehren.
Kurzfristig ist das Risiko hoch, dass die 1.800 US-Dollar-Kernunterstützung getestet wird. Ein Bruch könnte den Weg nach unten hin zu 1.780 US-Dollar öffnen. Anleger sollten die Entwicklung des Liquidationsverhältnisses im Terminmarkt zwischen Long und Short, die Geldflüsse in den Spot-ETFs sowie die Stabilisierung von Bitcoin beobachten. Historisch war ETH im Juni eher schwach: In den vergangenen 10 Jahren verzeichnete es in 7 Jahren negative Renditen, das Volatilitätsrisiko ist erhöht. Es wird empfohlen, auf wichtige technische Unterstützungsniveaus sowie die On-Chain-Geldbewegungen zu achten.