Zwischen dem 4. Juni 2026, 09:45 bis 10:00 Uhr (UTC) verzeichnete der ETH-Preis eine kurzfristige Bewegung von +0,80%, wobei sich der Kurs in einer Spanne von 1.752,63 bis 1.766,66 USDT bewegte. Die Amplitude lag bei 0,80%. Nach dem schlechtesten monatlichen Ergebnis seit einem Jahr im Mai ist die Stimmung im Markt extrem gedämpft; der Crypto Fear & Greed Index ist auf das Niveau von extremer Furcht mit 11 gefallen.
Der Hauptantrieb dieser Kursbewegung liegt in einer marginal verbesserten ETF-Liquiditätslage. Im Mai 2026 kam es bei den ETH-ETFs an 17 aufeinanderfolgenden Handelstagen zu Nettoabflüssen von rund 401,62 Mio. US-Dollar; Anfang Juni zeigten sich jedoch Anzeichen für Short-Covering oder das Eingreifen von Bottom-Fishing-Kapital. Da der mechanische Kaufbedarf institutioneller Gelder im Spothandel weniger handelbare Umlaufmenge trifft, ergibt sich ein direkter Preissupport.
Zudem ist der ETH-Bestand an den Börsen auf ein Tiefstand seit sieben Jahren gefallen. Diese strukturelle Veränderung führt dazu, dass das für eine sofortige Veräußerung verfügbare ETH-Angebot deutlich sinkt, während die Liquidität der Verkäufer sich verengt und die Preiselastizität verstärkt. Darüber hinaus bleibt die Netto-Position der langfristigen Inhaber seit dem 24. Februar 2026 fortlaufend im Nettozufluss. Das tägliche Transaktionsvolumen im Ethereum-Netz ist im Jahresvergleich um 36,22% gestiegen; über 29% des gesamten Angebots sind in den Staking-Verträgen gesperrt. Zusammen liefern diese Faktoren eine fundamentale Bodenhaftung für den Preis. Technisch gesehen befindet sich der Kurs in einem kritischen technischen Support-Bereich; die Überlagerung von Extremer-Furcht-Stimmung und einem Under-Sold-Muster hat einen kurzfristigen technischen Rebound ausgelöst.
Dabei ist jedoch zu beachten, dass der 50-Tage-Durchschnitt auf dem 4-Stunden-Chart und dem Tages-Chart weiterhin abwärts gerichtet ist und weiterhin als Widerstand wirkt. Makroseitig bleibt der Inflationsdruck in den USA hoch; die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm) könnten Schwankungen bei Risk Assets auslösen. Ob sich der ETF-Mittelabfluss-Trend im Mai tatsächlich dauerhaft gedreht hat, muss durch weitere Beobachtung noch bestätigt werden.