Im Zeitraum vom 7. Juni 2026 von 22:00 bis 23:00 UTC zeigte der ETH-Preis eine deutliche Volatilitäts-Spitze: Die Rendite lag bei +4,35%, die Preisspanne reichte von 1.629,14 bis 1.708,86 USDT, die Schwankung betrug 4,88%. Die Marktschwankungen nahmen zu, während die Handelsstimmung sich schnell aufheizte.
Der Haupttreiber dieser Kursabweichung war der gleichzeitige Effekt aus technischer Oversold-Korrektur und den Erwartungen an das Glamsterdam-Upgrade. Anfang Juni befand sich ETH bereits in einer spürbar schwachen Zone: Am 14. Juni lag der RSI nahe an der Oversold-Schwelle von 33,56. Im Futures-Markt dominierte klar die Long-Seite (innerhalb von 24 Stunden wurden $50,63M Liquidationen absorbiert vs. $10,96M auf der Short-Seite), wodurch die Voraussetzungen für einen technischen Rebound gegeben waren. Parallel dazu verstärkten sich die Markt-Erwartungen, dass das Glamsterdam-Upgrade möglicherweise bereits im Juni aktiviert wird. Das Upgrade umfasst bedeutende Verbesserungen wie die Erhöhung des Layer-1-Durchsatzes auf 10.000 TPS und eine Ausweitung des Gas-Limits um 3,3 Mal; jede Bestätigung eines Zeitplans könnte zu spürbaren Ausschlägen führen.
Zweitens lieferten Signale für gehebeltes On-Chain-Kaufen direkten finanziellen Rückenwind. Am 6. Juni nahm eine Whale über Aave $142M auf und kaufte 87.680 ETH, also etwa 1 Tag vor der späteren Kursabweichung. Das deutet darauf hin, dass außerbörsliches Kapital in Form von hohem Leverage testweise in den Markt einsteigt. Zudem steht das ETF-Kapital zwar unter Druck durch 5-Monats-Nettoabflüsse von $401,62M, doch im April gab es zuvor einen Nettozufluss von $355,98M. Diese marginal bessere Erwartung wirkte sich positiv auf die Stimmung aus. Auch das fortgesetzte Akkumulieren von Langfrist-Inhabern (Hodler-Netto-Positionen seit Februar 2025 im Plus) stützt den Preis auf der Unterseite.
Mit Blick auf die Risiken: Derzeit läuft der Preis weiterhin unterhalb der 200-Tage-EMA ($2.509), eine Trendwende im mittelfristigen Abwärtstrend ist noch nicht bestätigt. Sollten die ETF-Nettoabflüsse im Juni anhalten, würde das den Kurs weiter unter Druck setzen. Zudem ist die historische Saisonalität für Juni tendenziell schwach (in den vergangenen 10 Jahren gab es 7-mal einen Tagesschlusskurs unter dem Vortag). Die Whale, die am 6. Juni gehebelt gekauft hat, trägt zudem ein Liquidationsrisiko bei $1.354; falls der Preis später weiter fällt, könnten Kettenliquidationen ausgelöst werden. Als zentrale Unterstützungszone steht $1.964 im Fokus; die On-Chain-Geldflüsse und der Zeitplan des Glamsterdam-Upgrades sind die wichtigsten zu beobachtenden Indikatoren für die nächsten Schritte.