Die Europäische Kommission hat am 9. Juni Meta angewiesen, den kostenlosen WhatsApp-Zugang für konkurrierende KI-Assistenten innerhalb von fünf Werktagen wiederherzustellen. Damit markiert die Anordnung die erste kartellrechtliche einstweilige Maßnahme der EU seit 17 Jahren. Die Maßnahme richtet sich gegen die geplante Änderung der Meta-Politik im Oktober 2025, durch die Drittanbieter-KI-Assistenten vom WhatsApp Business API ausgeschlossen werden sollten, sodass in dem Europäischen Wirtschaftsraum nur Meta AI als Option verfügbar gewesen wäre.
Meta bestätigte, dass es gegen die einstweilige Maßnahme Rechtsmittel einlegen werde. Das Unternehmen drohen potenzielle Geldstrafen von bis zu 10% seines weltweiten jährlichen Umsatzes, falls ein Verstoß festgestellt wird. Die Anordnung bleibt bis Juni 2029 oder bis zum Abschluss der zugrunde liegenden Kartelluntersuchung wirksam, je nachdem, was zuerst eintritt.