Das Handelsabkommen der Europäischen Union mit den Vereinigten Staaten, das letztes Jahr erzielt wurde, steckt laut Berichten vom 7. Mai in einer Blockade im internen Genehmigungsprozess der EU. Das Europäische Parlament spricht sich gegen eine übereilte Ratifizierung des Abkommens aus und verweist auf die Notwendigkeit stärkerer Schutzmechanismen als Reaktion auf Bedrohungen sowie auf uneinheitliche Positionen aus der Trump-Regierung.
Vertreter des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission und des EU-Rats hielten am 6. Mai ein dreiseitiges Treffen ab, das sechs Stunden dauerte, um die Umsetzung des EU-US-Handelsabkommens zu besprechen. Laut der EU-Kommission brachten die Gespräche „Fortschritt“, doch die Parteien erzielten keine Durchbrüche bei zentralen Fragen.
Das Europäische Parlament hat Widerstand gegen eine Zustimmung zum Abkommen ohne ausreichende Absicherungen signalisiert. Die Haltung des Parlaments spiegelt Bedenken hinsichtlich der Stabilität der US-Verhandlungsposition sowie den Bedarf an Schutzmechanismen wider, um die europäischen Interessen zu wahren.
Der nächste Verhandlungsrunden zwischen den drei EU-Gremien ist den Berichten zufolge für den 19. Mai angesetzt. Das Treffen am 6. Mai unterstreicht die Komplexität, angesichts der vielen EU-Institutionen einen Konsens über das Handelsabkommen zu erreichen.