Gate-News-Mitteilung, 17. April — Europäische Unternehmen übernehmen Bitcoin-Treasury-Strategien, die auf lokale Kapitalmärkte und regulatorische Zwänge abgestimmt sind, statt das schuldengetriebene Modell zu kopieren, das von MicroStrategy eingeführt wurde, so Branchenexperten bei der Paris Blockchain Week 2026. Thomas Vogel, Partner bei Latham & Watkins in Paris und Frankfurt, bemerkte, dass europäische Emittenten beim Beschaffen von Kapital vor anderen Zwängen stehen und nannte dabei eine geringere Markttiefe, strengere Regulierung und ein anderes Anlegerverhalten im Vergleich zu den USA.
Deutschlands Bitcoin Group SE führt die europäisch gelisteten Bitcoin-Besitzer an: 3.605 BTC im Wert von ungefähr $268 Millionen, während Frankreichs Capital B 2.925 BTC hält, mit einem ungefähr 25,6%igen nicht realisierten Verlust. Europäische Unternehmen nutzen französische öffentliche Märkte und in Luxemburg ansässige Strukturen, um Kapital aufzubringen, das an eine Bitcoin-Exponierung gekoppelt ist, so Alexandre Laizet, der die Bitcoin-Strategie bei Capital B leitet. Dieser Ansatz führt zu konservativeren Treasury-Positionen, die mit lokaler Regulierung und den Marktbedingungen übereinstimmen.
Das Ausmaß bleibt deutlich kleiner als der US-Markt. MicroStrategy kaufte in einer einzigen Woche 13.927 BTC für ungefähr $1 Milliarden und brachte seine gesamten Bestände auf 780.897 BTC — weit über die kombinierten Bitcoin-Bestände aller europäischen börsennotierten öffentlichen Unternehmen hinaus.