Laut WSJ von Nick Timiraos und der CME-Group-Futures-Preisbildung hat Fed-Chef Kevin Warsh in seinem ersten FOMC-Treffen die Forward Guidance heruntergespielt und die politischen Kommunikationswege gestrafft, während er zugleich das Bekenntnis der Notenbank bekräftigte, die Preisstabilität wiederherzustellen. Warsh lehnte es ab, seine individuellen Zinserwartungen einzureichen, und verwies wiederholt auf Arbeitsgruppen, wobei er nur begrenzte Klarheit über die künftige Ausrichtung der Geldpolitik bot.
Die Markterwartungen für eine Zinserhöhung im September stiegen auf über 50% von rund 30% vor dem Treffen. Auslöser waren Warshs Betonung der Inflationskontrolle und uneindeutige Signale aus dem Dot-Plot: Dort waren 18 Vertreter nahezu gleichmäßig darüber gespalten, ob die Zinsen bis zum Jahresende über das aktuelle Niveau angehoben werden sollten.