Fed-Vorsitzender Warsh signalisiert eine hawkische Haltung, US-Zinsfutures erreichen am Donnerstag 500.000 Kontrakte

Laut CME-Daten, die am Donnerstag (18. Juni) veröffentlicht wurden, wechselten in einer einzigen Sitzung mehr als 500.000 Kontrakte für Federal-Funds-Satz-Futures den Besitzer. Das markiert ein historisches Hoch und liegt rund viermal über dem 20-Tage-Durchschnitt. Der Anstieg spiegelt wider, dass Anleihe-Trader die Zinserwartungen nach Warshs erstem politischen Treffen schnell neu bepreisten. Dabei signalisierte Fed-Chair Kevin Warsh eine eher hawkische Ausrichtung mit dem Schwerpunkt, die Inflation wieder auf das 2%-Ziel zu bringen, bei nur begrenzter Diskussion über die Beschäftigung.

Die Marktbepreisung hat sich deutlich verschoben. Das Open Interest bei August-Futures stieg an einem einzigen Tag um etwa 67.000 Positionen, und Händler haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte in den nächsten sechs Wochen – dem 31. Juli als politischem Treffen – auf nahezu 50% angehoben. Das ist im Vergleich zu nahezu null Erwartungen vor Warshs Aussage. BNP Paribas hält an seiner Prognose für eine Zinserhöhung im Dezember fest, räumt aber ein, dass der Juli inzwischen nicht mehr vollständig vom Tisch ist.

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