Gate-News-Mitteilung, 21. April — Betrüger, die sich als iranische Behörden ausgeben, haben Schifffahrtsunternehmen mit Schiffen ins Visier genommen, die westlich der Straße von Hormus feststecken, und fordern Bitcoin- und Tether (USDT)-Zahlungen im Austausch für eine sichere Durchfahrt, wie das maritime Risikounternehmen Marisks berichtet.
Die Betrüger nahmen Kontakt zu Reedern auf und gaben vor, iranische Sicherheitsdienste zu vertreten, wobei sie Unterlagen zu Unternehmen und Schiffen anforderten, bevor sie „Gebühren“ für den Krypto-Transit festlegten. Sobald die Zahlung eingereicht war, versprachen die Betrüger, dass die Schiffe zu einem geplanten Zeitpunkt sicher durch die Meerenge freigegeben würden. Marisks bestätigte, dass die Kommunikation gefälscht war und in keinem Zusammenhang mit einer offiziellen iranischen Stelle stand. Das Schema nutzt geopolitische Spannungen und regionale Unsicherheit aus; frühere Gerüchte, dass Iran legitime Mautsysteme in Betracht ziehen könnte, verliehen der Betrugsmasche zusätzliche Glaubwürdigkeit.
Die Straße von Hormus bleibt aufgrund des Konflikts im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Als eine der wichtigsten maritimen Engstellen der Welt werden dort etwa ein Fünftel der weltweiten Exporte von Öl und verflüssigtem Erdgas abgewickelt; jede Instabilität wirkt sich direkt auf Energiemärkte, Schifffahrtsversicherungen und Handelsrouten aus. Experten warnten, dass selbst legitime Krypto-Zahlungen, die mit von Iran kontrollierten Wasserwegen verknüpft sind, Unternehmen schweren Sanktionsrisiken aussetzen könnten.