Gate News-Mitteilung, 17. April — Grinex, eine in Kirgisistan registrierte Krypto-Börse mit Verbindungen zum Krypto-Markt Russlands, hat am 17. April nach einem großangelegten Cyberangriff auf seine Wallet-Infrastruktur den gesamten Handel und alle Auszahlungen ausgesetzt. Die Börse meldete Verluste von rund 1 Milliarde Rubel, also etwa 13,1 Millionen US-Dollar, obwohl Blockchain-Analysten den tatsächlichen Verlust auf näher $15 Millionen schätzen, vor allem in Stablecoins.
Grinex beschrieb den Angriff als hochgradig fortgeschritten und erforderte ausgefeilte Tools und Ressourcen, was auf eine mögliche Beteiligung organisierter oder staatlicher Akteure hindeutet. Die gestohlenen Vermögenswerte wurden rasch über mehrere Wallets hinweg bewegt und anschließend umgewandelt sowie zu einer einzigen Adresse konsolidiert. Die Börse hat den Vorfall der Strafverfolgung gemeldet und arbeitet daran, den Schaden zu bewerten und die verbleibenden Vermögenswerte zu sichern.
Grinex machte den Angriff für einen größeren Druck auf das russische Finanzsystem verantwortlich und behauptete, er sei Teil eines größeren Musters, das auf regionale Finanzaktivitäten im Kontext von Sanktionen und Transaktionsbeschränkungen abzielt. Diese Aussagen wurden jedoch nicht unabhängig verifiziert. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsrisiken, denen sich zentralisierte Börsen in geopolitisch sensiblen Regionen gegenübershen.